Altenburg läuft sich warm – und wir auch. Nur ohne Stadtfest….

Nächsten Mittwoch ist es soweit. Skat wird 200! Also die erste „urkundliche Erwähnung“. Sprich Spielabrechnung. Aus Altenburg. Dort begann unsere Guerilla-Skat-Serie im kalten Frühling. Dort wird sie auch enden.  In der Zwischenzeit lassen wir die Welt-Skat-Hauptstadt  feiern.  Ein ambitioniertes 13-Seiten-Programm beschreibt die Highlights:

Altenburg flippt total aus wegen 200 jahren Skat!

An dieser Stelle müssen wir einfach nochmal eine kleine Portion Eigenwerbung reinpacken.  Jeder Mensch, egal ob Skatspieler oder nicht, hat ein Recht auf tolle Spielkarten. Und jedes Spiel, egal ob Skat oder nicht, ebenfalls.

Wenn einem allerdings nach 200 Jahren die wichtigsten Karten so alptraumhaft erscheinen wie die Buben (Bauern, Jungs, Wenzel) in der Feierbroschüre, dann muss dringend Hilfe her.

Die liegt sowohl unter den Herren in der Front-Abbildung der Altenburger Jubiläumsbroschüre, nämlich in der Touristeninformation am Markt von Altenburg  – und auch das natürlich im Internet , oder  in den gängigen Internet-Shops  (z.B. hier):   Unser Ostbloque-Skatblatt, treuer Begleiter der weltweit einzigen Guerilla-Skat-Serie!  Mit 436 PS!

Genug getrommelt, vuiel SPass beim Vorfeiern, aber die wichtigste Botschaft heisst: Am 4. September werden wir alle 200. Wir werden berichten!

 

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Analog-Skat? Alter Hut. Digital-Skat? Trostloser Müll. Wir haben Digalog-Skat erfunden! Und in Spiel 88-90 durchgetestet.

Was tun, wenn Clemens 1000 Kilometer in den Süden gereist ist, aber eine Guerilla-Skat-Runde fällig ist? Der Klassiker – 3 an einem Tisch – fällt aus. Blöd.  Auf ein stupides Skat-Portal ausweichen? Das wäre feige. Und lahm.  Aber wir waren vorbereitet.  Die grosse Tat: Das weltweit erste Skype-Skat.  Woher wir das wissen? Weil es uns etwa 2 Stunden gedauert hat, eine Runde mit 3 Spielen abzuwickeln. Statt 10 Minuten. Was zeigt: Das ist nur was für Irre. Und/oder Besessene.  Und was die NSA jetzt über uns denkt, wollen wir gar nicht wissen. ABer man wird nur einmal 200, stimmts, Skat? a also. Nur folgendes ist problematisch. Wenn zwischen dem Spieltisch und einem der MItspieler 1000 Kilometer liegen, wie teilt man da karten aus? Wie nimmt man den Skat auf? Wie drückt man? Wie sammelt man seine Stiche ein?   Wir haben es so gelöst:

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Bild 1 zeigt die Versuchsanordnung: umrahmt von Bier und von Gregor (links) und Frank (rechts) die Skype-Verbindung zu Clemens (Bild-Mitte)

Wir haben die Karten gemischt, und den Clemens-Stapel Karte für Karte  in die Kamera gehalten  wobei wir natürlich wegschauen mussten. Gar nicht ohne, das Ostbloque-Blatt richtig und vor allem absolut ruhig vor eine webcam zu halten, denn die Videoqualität war fragwürdig.  Clemens zog sich die 10 Karten dann Stück für STück aus seinem Kartenspiel in der Fremde. Gregor hat das- wie immer – in die Apple-Welt  fotografiert und gefacebooked.

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Das Reizen war diesesmal unser geringstes Problem.  Denn dieser Herr hat alle Spiele an sich gerissen:

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Und den umgekehrten Fall kennt man von Mondlandung oder auch den Mars-Bildern: Bilder werden aus der Ferne  zur Bodenstation gesendet. Scheiss egal, ob scharf, wurscht, ob der Bildausschnitt passt. Es geht um den Beweis: Die Sache funktioniert….

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An irgendeiner Stelle war dem Laptop die Sache zu blöd und es ist unrettbar abgestürzt.  Houston, we got a problem! MIssion Control hat dann auf das iPhone-Format umgeschaltet. Das war der Moment, an dem die Sache kleinformatig, aber auch interessant wurde. Ansatzweise. Denn wie gesagt, in dieser RUnde hat nur einer gespielt: Gregor. Und so verchwommen sah die Sache am Ende aus:

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So gehen diese Spiele in die grosse Statistik ein:

Spiel 88: Herz ohne 3. Sowas verliert man. Macht -60

Spiel 89: Kreuz mit 2. Sowas gewinnt man. Macht 36

Spiel 90: Einfacher Grand. Sowas speilt Gregor sowieso am liebsten. Macht nochmal 48.

Jede Menge Minus, jede Menge Plus. Am Ende setzen sich die Guten durch. Mit 24.

STRASSE DER BESTEN – hier ist sie:

Gregor hat sich der Nullinie bis auf -150 genähert. Dafür Platz 3!

Clemens hat nichts gemacht. 730. Silber!

Frank hat ebenfalls schlau gewartet. 829 liegen noch im Reservetank. Gold!

Und der Count Down in unserer Guerilla-Skat-Serie läuft. Am 4. September wird Skat 200. Wir planen Grosses! Stay tuned….

Wiedervereinigung! Und jede Menge Skat. Dazu Kopernikus, ein Hirsch und die Mega-Statistik!

Ganz ehrlich jetzt? Hallo? Hallo???  Es stimmt:

Clemens war längere Zeit – und irgendwie fast unentschuldigt –  im Urlaub. Fast 6 Wochen. Und Skat zu zweit ist trostlos (es sei denn, Gregor und Frank treffen auf verschlungenen online-Pfaden doch noch auf den weit verreisten Clemens, aber das ist der nächste EIntrag, liebes Tagebuch) . Fast so schlimm wie die vergangenen Einträge hier, die kurz vor der Spielabrechnung zusamenklappten. Denn mit Clemens war auch unsere Spielstatistik abwesend.  Das hat nun ein Ende! Hurra! Frohlocket und zündet dem Skat-Gott Kerzen an!

Vorher aber ein Ausflug Richtung Hölle – oder jedenfalls in die Kopernikusstrasse, in Schwaben mitten im Friedrichshain. Dort haben wir einen legendären Guerilla-Skat-Abend beendet. Im Hirsch ( EIgenwerbung „don´t call it a cocktail bar“, aber wer würde das freiwillig tun?)

Von der Speisekarte waren noch die Kleinst-Tüten Salzbrezeln da (von easyjet importiert?), und vom freundlichen Halöle (

http://www.hirsch-friedrichshain.de/) war auch nix mehr zu hören. Aber es ist nur einmal 200 jahre Skat, und blöderweise auch nur ein Foto von unserem Guerilla-Skat-Spiel, und das ist hier. Wobei – soooo schlecht wie es scheint war die Stimmung doch nicht….:

hirsch

Nun aber der grosse Abwasch der vergangenen Spiele. Insgesamt haben wir 200  runterzureissen, und zwar Runde für Runde an einem anderen Ort. Wir sind inzwischen tapfer bei Runde 29, das müssten also 87 Spiele sein. Da Clemens ab Spiel 79  die Statistik irgendwo versteckte, hier der Nachtrag:

Wir gehen zurück zur Modersohnbrücke (Bier, Sonnenuntergang, Gleisanlage, Romantik-Ersatz):

Spiel 79 sah das übliche Scheitern von Frank an einem Null:   -46

Spiel 80 – Gregor solidarisch im verlieren. Aber mit einfachem Pik:   -44

Spiel 81 –  was für Frank das Null, ist für Gregor der Grand. Diesmal sogar gewonnen:  PLUS  96!

Nicht gespielt hat Clemens, sich aber trotzdem auf Platz eins zurückgehievt. Gregor bleibt mit weitem Abstand da, wo das Grundwasser fliesst.

Dann ging es ja ins Wein&Stein (wir berichteten). Das Ostbloque-Blatt heiter entblättert, durchgemsicht und ausgeteilt:

Dort fegte Frank den Rest der Bande mit fürstlichen 30 gekonnt vom Platz (Herz mit 2), worauf Gregor erst mit einfachem Grand (48) und dann mit seltsam vollausgestattetem Herz (60) weiter daran arbeitete, sich Richtung Tageslicht hochzugraben. Wer war nicht aktiv an Bord? Genau.  Aber jetzt ist er dran:  Wir wechseln zum Hirsch.  Schwaben in Berlin also, und hier ging die Sache so aus:

Spiel 85 reisst Clemens an sich, brezelt ein Kreuz ohne 2 knapp am Salzgebäck vorbei auf den angehobelten Holztisch, verliert aber. Huch!!! 72 Miese.

Spiel 86 – auch das muss notiert werden – mit 24 knapp über der Wahrnehmbarkeitsgrenze mit einem einfachen (aber gewonnenen) Kreuz von  Frank.

Spiel 87. Gregor. Grand. Einfach. Achtundvierzig.

Und das alles führt in der Strasse der Besten zu dieser Platzierung:

Holz: Gregor mit -174

Silber: Clemens und 730

Gold an Frank und 829 Punkt für Punkt hart ernullte oder erkämpfte Punkte. Oder so. Ohnehin sehen 4 Augen mehr als 3, darum alles nochmal im Schnelldurchlauf c/o unsere offizielle Spielstatistik (mit leichtem Gelbstich dokumentiert).

statistik

Ja zum Skat!

Meine Weine, Deine Steine: Skat geht auch bei Dunkelheit. Und die Spiele 82-84 sowieso….

Bevor wir heute auch nur eine Karte anmischen, blicken wir gebannt auf diese Umfrage, staunen und bitten weiter um Abtimmung:

Wir haben hier  ja schon mehrfach verhandelt, dass Skat zwar im September 200 Jahre alt und in Altenburg gefeiert wird (wozu es sogar ein offizielles Logo des Deutschen Skatvereins  gibt, nämlich dieses hier):

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und einen Festakt uswusf. Aber, ebenfalls schon oft beklagt an dieser Stelle: Skat gilt als Alter Sack, gespielt  von Alten Säcken. Weshalb die seltsame Tradition, sich abends in einer gastronomischen Einrichtung vollaufen zu lassen und dabei Karten zu spielen, fast vollständig aus den Grossstädten verschwunden ist.  Aber keine Regel ohne Ausnahme: Wir haben am Samstag abend mitten im Friedrichshain, nämlich  im erfreulich skatfreundlichen Wein&Stein, eine gradezu legendäre Runde Guerilla-Skat gekloppt. ( https://www.facebook.com/pages/Wein-Stein/411640548926704?sk=info  oder http://www.weinundstein-berlin.de ).

Der richtige Ort, um der Kategorie Null-Spiele die Rubrik Kamikaze-Null hinzuzufügen, was Frank mit diesem praktisch ungewinnbaren Blatt probiert (aber warum sollte Gregor auf alle Ewigkeiten allein im Skatkeller schmoren…?)

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Sabine hat diese Runde in diese Bilder gegossen, nach dem Betrachten kommt ein ziemlicher Schock!

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Hier der versprochene Schock: Der Hüter unserer heiligen Guerilla-Skat-Rolle, also Clemens, sitzt immer noch tief im Süden im Urlaub rum.  Deswegen können wir an dieser Stelle schon wieder keine aktuelle Siel-Stands-Information vermelden. Ja, es geht bei uns fast zu wie bei der Deutschen Bahn Nur ohne Züge. Und mit mehr Spass bei der Sache…

Gefühlt allerdings sind entweder Clemens oder Frank vorne, und etwas Richtung Abstellgleis rangiert wartet weiter Gregor auf seine Stunde…

Aber: Für alle Freunde des neumodischen Internets haben wir eine Möglichkeit gefunden, FERNSKAT zu sielen. Etwas mühselig, aber demnächst hier in allen schmutzigen Details nachzulesen.  Versprochen.