Die Skat-Polizei informiert: Hier kommt eine Vorladung vors Gericht!

 

Sagt der Gregor also, heute spielen wir mal vor Gericht. Also auf zum Landgericht. Der Kasten steht seit 1904 in der Littenstrasse in Berlin-Mitte, aber noch nie ist dort Guerilla-Skat gespielt worden.

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Drinnen ist es ebenso geräumig wie leer. Einsam und abgeschaltet wartet der Metalldetektor. Abgesperrt.

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Eins muss man sagen: Unübersichtlich ist es bei der Justiz:

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Aber wir müssen ja nur hoch zur 2. Etage.  Ein schöner Flur für unsere Guerilla-Skat-Spiele 94-96.

 

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So im letzten Bild eingeblendet das Spielergebnis. Mit leichter Unschärfe. Justitia. Ein Auge. Blind. Man kennt das. Darum hier das offizielle Protokoll. geht auch ganz schnell:

Spiel 94: Gregor, Grand, einfach, 48. Plus

Spiel 95: Clemens Grand, mit 3, und dann spielt der uns auch noch schwarz.  144. Auch plus

Spiel 96: Gregor schlägt wieder zu: Karo. Ohne 2. 54 Minus.

Das bringt die Spitze etwas durcheinander. nach 96 Spielen sieht es so aus:

Platz 1 Clemens

Platz 2 Frank

Platz 3 Gregor

Dies war die vorletzte Runde vor dem GROSSEN TAG DES SKAT-SPIELS – 200 Jahre der ersten urkundlichen Erwähnung am Mittwoch, 4.September 2013.  

Wir planen einen Ostbloque-Grosseinsatz. Und berichten hier….

 

Eilmeldung: Skat in letzter Instanz angekommen! 2 Tage vor seinem Geburtstag!

Hahaha, sehr lustig: Einstweilige Verfügung, Kreuzverhör oder Beleidigungs-Klage heissen die seltsamen und überteuerten  Gerichte in der „Letzten Instanz“. Die vermarktet sich als Berlins ältestes Restaurant, aber der Pfannfisch ist als Tagesgericht doch schon raus, als wir reinkommen. Ein guter Tausch für den Schuppen in Berlin-Mitte, direkt neben  einem kümmerlichen Rest Stadtmauer. Denn endlich schreibt die Instanz Geschichte: Guerilla-Skat-Geschichte – nur Stunden vor dem 200 Geburtstag des Skatspiels.

So, das war viel Text. Mund trocken. Also Prost, während Clemens letzte Vorbereitungen für diese Spielrunde trifft, und wir reden immerhin  von den Spielen 91-93:

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Ach ja: Die zur Stärkung angetesteten Buletten kommen umfangreich fettverpresst daher, weshalb wir auf diesem Bild etwas indifferent wirken. Aber der Magen ist auch nur ein Mensch, zumal der durch Skatspiel zu höchster Energielieferung an das Gehirn verpflichtete Magen. Mit Obstlerhilfe konnten wir das natürliche Gleichgewicht der Kräfte wieder herstellen, aber das führt jetzt zu weit weg vom Thema  also: Next slide please!

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Schauen wir uns nun die harten Fakten an.  Gregor punktemässig  ziemlich im Eimer, Clemens und Frank in harter AUseinandersetzung um die Spitze. So sieht das aus. Kann diese RUnde etwas daran ändern? Ja und Nein!

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Hier nochmal schriftlich:

Clemens greift in Spiel 91 an. Grand mit 2. Das bringt 72 Punkte.

Gregor setzt nach. Pik. Drei Jungs an Bord. 44 Punkte.  Schön, es sei denn….

Gregor schiebt ein Kreuzspiel in die Spree. Verlieren zählt doppelt. Also – 96

Damit ergibt sich dieser Punktestand:

1. Frank  – 829

2. Clemens – 802

3. Gregor – -212

Das muss vor Gericht. Kommt es auch. In der nächsten Runde. Vors  Kammergericht. Bis gleich! Und mittwoch wird Skat 200! Vor allem hier!

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Altenburg läuft sich warm – und wir auch. Nur ohne Stadtfest….

Nächsten Mittwoch ist es soweit. Skat wird 200! Also die erste „urkundliche Erwähnung“. Sprich Spielabrechnung. Aus Altenburg. Dort begann unsere Guerilla-Skat-Serie im kalten Frühling. Dort wird sie auch enden.  In der Zwischenzeit lassen wir die Welt-Skat-Hauptstadt  feiern.  Ein ambitioniertes 13-Seiten-Programm beschreibt die Highlights:

Altenburg flippt total aus wegen 200 jahren Skat!

An dieser Stelle müssen wir einfach nochmal eine kleine Portion Eigenwerbung reinpacken.  Jeder Mensch, egal ob Skatspieler oder nicht, hat ein Recht auf tolle Spielkarten. Und jedes Spiel, egal ob Skat oder nicht, ebenfalls.

Wenn einem allerdings nach 200 Jahren die wichtigsten Karten so alptraumhaft erscheinen wie die Buben (Bauern, Jungs, Wenzel) in der Feierbroschüre, dann muss dringend Hilfe her.

Die liegt sowohl unter den Herren in der Front-Abbildung der Altenburger Jubiläumsbroschüre, nämlich in der Touristeninformation am Markt von Altenburg  – und auch das natürlich im Internet , oder  in den gängigen Internet-Shops  (z.B. hier):   Unser Ostbloque-Skatblatt, treuer Begleiter der weltweit einzigen Guerilla-Skat-Serie!  Mit 436 PS!

Genug getrommelt, vuiel SPass beim Vorfeiern, aber die wichtigste Botschaft heisst: Am 4. September werden wir alle 200. Wir werden berichten!

 

Analog-Skat? Alter Hut. Digital-Skat? Trostloser Müll. Wir haben Digalog-Skat erfunden! Und in Spiel 88-90 durchgetestet.

Was tun, wenn Clemens 1000 Kilometer in den Süden gereist ist, aber eine Guerilla-Skat-Runde fällig ist? Der Klassiker – 3 an einem Tisch – fällt aus. Blöd.  Auf ein stupides Skat-Portal ausweichen? Das wäre feige. Und lahm.  Aber wir waren vorbereitet.  Die grosse Tat: Das weltweit erste Skype-Skat.  Woher wir das wissen? Weil es uns etwa 2 Stunden gedauert hat, eine Runde mit 3 Spielen abzuwickeln. Statt 10 Minuten. Was zeigt: Das ist nur was für Irre. Und/oder Besessene.  Und was die NSA jetzt über uns denkt, wollen wir gar nicht wissen. ABer man wird nur einmal 200, stimmts, Skat? a also. Nur folgendes ist problematisch. Wenn zwischen dem Spieltisch und einem der MItspieler 1000 Kilometer liegen, wie teilt man da karten aus? Wie nimmt man den Skat auf? Wie drückt man? Wie sammelt man seine Stiche ein?   Wir haben es so gelöst:

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Bild 1 zeigt die Versuchsanordnung: umrahmt von Bier und von Gregor (links) und Frank (rechts) die Skype-Verbindung zu Clemens (Bild-Mitte)

Wir haben die Karten gemischt, und den Clemens-Stapel Karte für Karte  in die Kamera gehalten  wobei wir natürlich wegschauen mussten. Gar nicht ohne, das Ostbloque-Blatt richtig und vor allem absolut ruhig vor eine webcam zu halten, denn die Videoqualität war fragwürdig.  Clemens zog sich die 10 Karten dann Stück für STück aus seinem Kartenspiel in der Fremde. Gregor hat das- wie immer – in die Apple-Welt  fotografiert und gefacebooked.

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Das Reizen war diesesmal unser geringstes Problem.  Denn dieser Herr hat alle Spiele an sich gerissen:

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Und den umgekehrten Fall kennt man von Mondlandung oder auch den Mars-Bildern: Bilder werden aus der Ferne  zur Bodenstation gesendet. Scheiss egal, ob scharf, wurscht, ob der Bildausschnitt passt. Es geht um den Beweis: Die Sache funktioniert….

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An irgendeiner Stelle war dem Laptop die Sache zu blöd und es ist unrettbar abgestürzt.  Houston, we got a problem! MIssion Control hat dann auf das iPhone-Format umgeschaltet. Das war der Moment, an dem die Sache kleinformatig, aber auch interessant wurde. Ansatzweise. Denn wie gesagt, in dieser RUnde hat nur einer gespielt: Gregor. Und so verchwommen sah die Sache am Ende aus:

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So gehen diese Spiele in die grosse Statistik ein:

Spiel 88: Herz ohne 3. Sowas verliert man. Macht -60

Spiel 89: Kreuz mit 2. Sowas gewinnt man. Macht 36

Spiel 90: Einfacher Grand. Sowas speilt Gregor sowieso am liebsten. Macht nochmal 48.

Jede Menge Minus, jede Menge Plus. Am Ende setzen sich die Guten durch. Mit 24.

STRASSE DER BESTEN – hier ist sie:

Gregor hat sich der Nullinie bis auf -150 genähert. Dafür Platz 3!

Clemens hat nichts gemacht. 730. Silber!

Frank hat ebenfalls schlau gewartet. 829 liegen noch im Reservetank. Gold!

Und der Count Down in unserer Guerilla-Skat-Serie läuft. Am 4. September wird Skat 200. Wir planen Grosses! Stay tuned….

Wiedervereinigung! Und jede Menge Skat. Dazu Kopernikus, ein Hirsch und die Mega-Statistik!

Ganz ehrlich jetzt? Hallo? Hallo???  Es stimmt:

Clemens war längere Zeit – und irgendwie fast unentschuldigt –  im Urlaub. Fast 6 Wochen. Und Skat zu zweit ist trostlos (es sei denn, Gregor und Frank treffen auf verschlungenen online-Pfaden doch noch auf den weit verreisten Clemens, aber das ist der nächste EIntrag, liebes Tagebuch) . Fast so schlimm wie die vergangenen Einträge hier, die kurz vor der Spielabrechnung zusamenklappten. Denn mit Clemens war auch unsere Spielstatistik abwesend.  Das hat nun ein Ende! Hurra! Frohlocket und zündet dem Skat-Gott Kerzen an!

Vorher aber ein Ausflug Richtung Hölle – oder jedenfalls in die Kopernikusstrasse, in Schwaben mitten im Friedrichshain. Dort haben wir einen legendären Guerilla-Skat-Abend beendet. Im Hirsch ( EIgenwerbung „don´t call it a cocktail bar“, aber wer würde das freiwillig tun?)

Von der Speisekarte waren noch die Kleinst-Tüten Salzbrezeln da (von easyjet importiert?), und vom freundlichen Halöle (

http://www.hirsch-friedrichshain.de/) war auch nix mehr zu hören. Aber es ist nur einmal 200 jahre Skat, und blöderweise auch nur ein Foto von unserem Guerilla-Skat-Spiel, und das ist hier. Wobei – soooo schlecht wie es scheint war die Stimmung doch nicht….:

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Nun aber der grosse Abwasch der vergangenen Spiele. Insgesamt haben wir 200  runterzureissen, und zwar Runde für Runde an einem anderen Ort. Wir sind inzwischen tapfer bei Runde 29, das müssten also 87 Spiele sein. Da Clemens ab Spiel 79  die Statistik irgendwo versteckte, hier der Nachtrag:

Wir gehen zurück zur Modersohnbrücke (Bier, Sonnenuntergang, Gleisanlage, Romantik-Ersatz):

Spiel 79 sah das übliche Scheitern von Frank an einem Null:   -46

Spiel 80 – Gregor solidarisch im verlieren. Aber mit einfachem Pik:   -44

Spiel 81 –  was für Frank das Null, ist für Gregor der Grand. Diesmal sogar gewonnen:  PLUS  96!

Nicht gespielt hat Clemens, sich aber trotzdem auf Platz eins zurückgehievt. Gregor bleibt mit weitem Abstand da, wo das Grundwasser fliesst.

Dann ging es ja ins Wein&Stein (wir berichteten). Das Ostbloque-Blatt heiter entblättert, durchgemsicht und ausgeteilt:

Dort fegte Frank den Rest der Bande mit fürstlichen 30 gekonnt vom Platz (Herz mit 2), worauf Gregor erst mit einfachem Grand (48) und dann mit seltsam vollausgestattetem Herz (60) weiter daran arbeitete, sich Richtung Tageslicht hochzugraben. Wer war nicht aktiv an Bord? Genau.  Aber jetzt ist er dran:  Wir wechseln zum Hirsch.  Schwaben in Berlin also, und hier ging die Sache so aus:

Spiel 85 reisst Clemens an sich, brezelt ein Kreuz ohne 2 knapp am Salzgebäck vorbei auf den angehobelten Holztisch, verliert aber. Huch!!! 72 Miese.

Spiel 86 – auch das muss notiert werden – mit 24 knapp über der Wahrnehmbarkeitsgrenze mit einem einfachen (aber gewonnenen) Kreuz von  Frank.

Spiel 87. Gregor. Grand. Einfach. Achtundvierzig.

Und das alles führt in der Strasse der Besten zu dieser Platzierung:

Holz: Gregor mit -174

Silber: Clemens und 730

Gold an Frank und 829 Punkt für Punkt hart ernullte oder erkämpfte Punkte. Oder so. Ohnehin sehen 4 Augen mehr als 3, darum alles nochmal im Schnelldurchlauf c/o unsere offizielle Spielstatistik (mit leichtem Gelbstich dokumentiert).

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Ja zum Skat!

Meine Weine, Deine Steine: Skat geht auch bei Dunkelheit. Und die Spiele 82-84 sowieso….

Bevor wir heute auch nur eine Karte anmischen, blicken wir gebannt auf diese Umfrage, staunen und bitten weiter um Abtimmung:

Wir haben hier  ja schon mehrfach verhandelt, dass Skat zwar im September 200 Jahre alt und in Altenburg gefeiert wird (wozu es sogar ein offizielles Logo des Deutschen Skatvereins  gibt, nämlich dieses hier):

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und einen Festakt uswusf. Aber, ebenfalls schon oft beklagt an dieser Stelle: Skat gilt als Alter Sack, gespielt  von Alten Säcken. Weshalb die seltsame Tradition, sich abends in einer gastronomischen Einrichtung vollaufen zu lassen und dabei Karten zu spielen, fast vollständig aus den Grossstädten verschwunden ist.  Aber keine Regel ohne Ausnahme: Wir haben am Samstag abend mitten im Friedrichshain, nämlich  im erfreulich skatfreundlichen Wein&Stein, eine gradezu legendäre Runde Guerilla-Skat gekloppt. ( https://www.facebook.com/pages/Wein-Stein/411640548926704?sk=info  oder http://www.weinundstein-berlin.de ).

Der richtige Ort, um der Kategorie Null-Spiele die Rubrik Kamikaze-Null hinzuzufügen, was Frank mit diesem praktisch ungewinnbaren Blatt probiert (aber warum sollte Gregor auf alle Ewigkeiten allein im Skatkeller schmoren…?)

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Sabine hat diese Runde in diese Bilder gegossen, nach dem Betrachten kommt ein ziemlicher Schock!

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Hier der versprochene Schock: Der Hüter unserer heiligen Guerilla-Skat-Rolle, also Clemens, sitzt immer noch tief im Süden im Urlaub rum.  Deswegen können wir an dieser Stelle schon wieder keine aktuelle Siel-Stands-Information vermelden. Ja, es geht bei uns fast zu wie bei der Deutschen Bahn Nur ohne Züge. Und mit mehr Spass bei der Sache…

Gefühlt allerdings sind entweder Clemens oder Frank vorne, und etwas Richtung Abstellgleis rangiert wartet weiter Gregor auf seine Stunde…

Aber: Für alle Freunde des neumodischen Internets haben wir eine Möglichkeit gefunden, FERNSKAT zu sielen. Etwas mühselig, aber demnächst hier in allen schmutzigen Details nachzulesen.  Versprochen.

Der Skat reitet ins Abendrot. Auf Schienen. Knallharte Romantik. In Berlin. Mit den Spielen 79-81.

 

Ja, ja, ja: Der Langersche Balken wurde geboren, als das Skat-Spiel schon 46 Jahre hinter sich hatte.  Das eine aus Altenburg exportiert, das andere aus Wien, aber Wurscht: heutzutage trifft man sich ohnehin in Berlin.  Der Langersche Balken heisst inzwischen Bogenbrücke, eine solche überspannt ein paar Schienen und heisst Modersohnbrücke, und dort trifft sich gern der Tourist mit versprengten Ureinwohnern und schaut gen Westen. Abends. Wohin auch die Sonne verschwindet.  Tolle Kombi: 

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Dieses Ereignis darf das Guerilla-Skat-Kollektiv nicht alleinlassen. Was auf der Modersohnbrücke gegen Abend sowieso kaum jemand ist, spätestens seit Klaviere dort aufgebaut und bespielt werden. Was wiederum nur geht, weil die Bogenbrücke eine solch stabile und in sich ruhende Konstruktion ist. Dies erklärt allerings auch nur ansatzweise, warum der Blick auf ein dickes Bündel Schienen und Schwellen und Oberleitungen und SIgnalanlagen mit dem Fernsehturm im Hintergrund so faszinierend ist. Muss es aber auch nicht – denn bewaffnet mit unserem ostbloque-Blatt haben wir besseres vor, als der lahmenden Abendsonne beim wegducken zuzuschauen. Unsere Serie mit 200 Spielen im Skatjahr 200 wartet nicht, also aufgebaut und losgekloppt:  

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Bevor die Dunkelheit einbricht über der Hauptstadt und alles in das übliche matsch-grau taucht, gewinnt Clemens, ohne auch nur einmal spielen zu müssen. Übersetzt in die Brückensprache: Gregor und Frank brechen mal wieder ein… :

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Spiel 79 schmeisst Frank als verlorenes Null über die Brüstung des Langerschen Balkens.

Spiel 80 kippt Gregor als einfaches  Pik gleich hinterher.  

Und Spiel 81? Ein Grand, 96 Punkte. Super. Aber für wen?

Wissen wir nicht. Blöd jetzt. Warum?  Weil Clemens seine Hand vor das Ergebnis hält. 

Deshalb heute keine Strasse der Besten!

Wird nachgereicht, wenn wir das rettende Ufer erreichen. Vor Sonnenaufgang. Links der Modersohnbrücke…

Skat im Weltall – und Fritz wird unser 4.Mitspieler. Ausserdem: Wir und das längste Rohr der Welt….

Wir leben in spannenden Zeiten des Umbruchs. Genauer gesagt: Nach 75 Guerilla-Skat-Spielen war Spalte unserer Chronik restlos überfüllt.  Also geht es mit dieser Runde und  76 wieder oben los. Naja, noch nicht so ganz für Gregor, der sich  etwas im Skatkeller festgebissen hat….

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Vorbereitung ist eben alles, denn wir spielen nicht allein:

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Der freundliche Kollege in der Bildmitte heisst Friedrich Simon Archenhold,  seine Bio steht hier: http://www.einstein-website.de/biographien/archenhold_inhalt.html.

WIr spielen also vor dem  bis heute längsten beweglichen Linsenfernrohr der Welt, das hat über 100 Jahre auf dem Buckel (*Gewerbeausstellung Berlin 1896), womit dieses Fernrohr sich als stolzer Enkel   des Skatspiels (200 Jahre) fühlen könnte, falls dieser Gedanke in irgendeine Richtung Sinn ergeben sollte.  Das Fernrohr jedenfalls hinter uns, nicht im Bild die Mücken-Hundertschaften im Vordergrund. Wissenschaft fordert Opfer….

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Eines zeigen die Aufnahmen von Sabine deutlich: SO ein Fernrohr hat schon seinen Sinn. Es kann scheinbar winzige DInge ganz schön vergrössern. Ohne weitere Erklärungen zum spektakulären Beweis in Form einer Fotoserie:  2013_0706DZ

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Wahnsinn, oder? Wieder ordentlich zurück-gezoomt gehen unsere Skat-Spiele 76-78  so über den Rasen:

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Hier der Spielverlauf im Schnelldurchlauf und aus der Chronisten-Perspektive:

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Etwas ausführlicher: Gregor bohrt sich weiter vor Richtung Erdmittelpunkt, Frank macht ein mageres Spiel, Clemens hält sich weiter vornehm zurück, was ihn die Führung kostet:

– In Spiel #76 verliert  Gregor ein einfaches Kreuz, was -48 bedeutet,

– In  #77  serviert Frank ein einfaches Pik – das einfache 22 Punkte einbringt.

– Wogegen  in #78 Gregor einen Grand ohne die beiden Spitzenkader knapp erdet, weitere -144.

Macht aber nix, schliesslich spielen wir an einem Ort, an dem Albert Einstein vor 98 Jahren seinen ersten öffentlichen Vortrag zur Relativitätstheorie hielt:

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(vielen Dank für das Bild an die http://www.einstein-website.de)

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Die Strasse der Besten also nur eine relative Angelegenheit, die in absoluten Zahlen nach Spiel 78 von 200 so aussieht:

Gold: Frank mit 821

Silber: Clemens mit 802

Bronze: Gregor mit -382 Punkten.

The sky is the limit…..

Skat an einem Ehrenmal. In 3 Akten. Dazu lange Schatten. Und eine Strasse der Besten.

Prolog.

DDR, 1970. Eine Briefmarke.

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1. Akt.

2013, wir sind auf dem Weg zu „Mutter Heimat“ (auf der Marke vorn, hier im Hintergund). Aufbauarbeiten. „Von nüscht kommt nüscht!“ (Quelle: Gregor).

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Das dazugehörige Sowjetische Ehrenmal in Berlin-Treptow  hat in diesem Jahr einige Schlagzeilen gelandet, hier zum Beispiel:

http://www.berliner-kurier.de/kiez-stadt/wie-gespenstisch-ist-denn-das–9–mai-2013–stasi-spuk-am-ehrenmal,7169128,22719744.html

oder, tragischerweise und vor wenigen Tagen, hier:

http://www.spiegel.de/panorama/gesellschaft/iwan-odartschenko-modell-fuer-sowjet-ehrenmal-in-berlin-treptow-tot-a-909741.html

Also widmen wir eine Runde Guerilla-Skat dem guten alten Iwan Odartschenko, und passen uns für einen Moment ein in die perfekt symetrische Anlage:

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 2.Akt

In dem lassen wir hheut mal  Bilder sprechen. Sabine hat eine Serie im Zeichen des länger werdenden Schattens geschossen. man meint ja gar nicht, wie lange 3 Spiele so sind, aber Skat wird ja auch nicht umsonst 200 Jahre alt…:

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Gegenlicht. Pause. Dann:

3.Akt.

Traditionell notiert Clemens jedes noch so unbedeutend scheinende  Spielergebnis. Am Horizont: Die 13-Meter-Bronzefigur. Im Vordergund: Strenge Blicke der mitrechnenden Mitspieler Gregor und Frank.

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Epilog.

Die Strasse der Besten. 75 SPiele sind absolviert. Clemens malt ein Ehrenmal.

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Spiel 73?  Frank spielt sein Lieblingsspiel. Und gewinnt. Null. 23 Punkte. Gäääähn.

Spiel 74? Frank spielt nochmal. Und noch punktärmer. Einfaches Herz. 20 Punkte.

Spiel 75? Gregor wagt sich an einen Grand mit 2 Jungs. 72 Punkte. Jeht doch!

Wer spielt nicht? Clemens. Seit numehr 10 Spielen oder 3 kompletten Runden und etwas Kleinkram verweigert sich der Führende jeder aktiven Teilnahme, oder „wird immer überreizt“ (Quelle: Clemens).

Was das bedeutet:

Trotz alledem! Auf Platz 1 weiter: Clemens – mit wertigen 802 Dingern im Stock.

Aber Vorsicht! Auf Platz 2 hat sich Frank unauffällig aber dicht rangerobbt: 799  – fehlen noch 4 Pünktchen zum Machwechsel!

Und hinten? Stabilität.  Also Gregor. Noch etwas auf Abstand mit Minus 189.

Aber noch warten 125 Spiele. Die Schatten werden länger.

Vorhang, Applaus, Feierabend-Bier. 

Ein Kreuz. Ein Berg. Eine Ex-Brücke. Ein Skat-Spiel. Noch eins. Und noch eins…

Es gibt Brücken, die gibts gar nicht. Zum Beispiel die Brommybrücke – die 1909 auf- und 1945 kaputtgemacht  wurde. Seit 1945 verbindet die Brommybrücke die Berliner Stadtbezirke  Kreuzberg und Friedrichshain nicht mehr miteinander.   kreuz1 Das finden manche toll, manche nicht, manche tragen die Gedanken der anderen zusammen und packen sie in Zeitungsartikel wie diesen: http://www.berliner-zeitung.de/berlin/friedrichshain-kreuzberg-ein-neuer-weg-ueber-die-spree,10809148,20740356.html , aber wir haben wichtigeres zu erledigen: Mal abgesehen von den 200 Spielen im Jahr 200 des Skat huldigen wir aktuell den 4 Spielfarben, und nachdem Pik bereits erfolgreich abgehakt ist, heute also Kreuz. Kreuz wie in KREUZberg. Darum tatsächlich unser erstes (1.!) Spiel im Westen, übrigens auch unser erstes Spiel über Wasser:  Guerilla-Skat auf dem, was von der Brommybrücke auf Westberliner Seite übrig ist. Und was die Berliner Stadtentwicklung romantisch Spreebalkon nennt (http://www.stadtentwicklung.berlin.de/staedtebau/foerderprogramme/stadtumbau/Spreebalkon-Brommystrasse.3431.0.html ) : Hier servieren wir also unsere Skatspiele 70-72. Auf der anderen Seite des Wassers schön zu erkennen die neue Daimler-Zentrale, davor die Eastside-Gallery, davor die Baustelle für nette kleine Hütten direkt am Wasser (wir berichteten…). kreuz2  kreuz4 Diese Bilder wären nicht von Sabine fotografiert, hätten wir nicht diese spektakuläre Aufnahme im Angebot: Kreuz ist unsere Devise, wir spielen in Kreuzberg, und dann rumpelt auch noch die MS Keuzberg hinter uns über die Spree. Blöd nur, dass Gregor in der Hektik des Moments 2 Herzkarten hochhält, aber: Alles Gute ist leider nie zusammen… kreuz3 Und mit diesem etwas platten Spruch hinnein in die Schlussabrechnung dieser Skatrunde. Kurz gesagt: Der Herr mit  Strohhut hält sich einmal mehr raus. Statt dessen fuchtelt  Gregor wie erwähnt mit Herz herum, was in Spiel #70 beachtliche 20 Punkte bringt! Spiel #71 beweisst die bauernregel, dass ein einfacher Grand  mehr bringt als ein einfaches Herz, nämlich 48 Punkte für Frank. Spiel #72 und diese Runde endet schliesslich mit: KREUZ! Aber einfach, und darum mit weiteren 24 Punkten für Gregor. Und das führt zu dieser neuen STrasse der Besten nach 72 vn 200 Skatspielen: Clemens führt mit 802, Frank folgt knapp mit 756, Gregor hält tapfer das Negativ-Ende mit -261.   Danke Kreuzberg! Bis bald, Brommybrücke!