Wow: Ein neuer Skat-Sheriff in der Stadt! Mega-Spannung, das Brandenburger Tor und unsere Spiele 124- 126

Für die einen ist Skat das langweiligste Spiel der Welt:

Seltsame Regeln, jede Menge Rechenarbeit, die Mitspieler brabbeln komisches Zeug vor sich hin, und in ihren blog bauen sie einen alten Trabant von hinten ein. Hallo???

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Der Kenner sieht die Sache etwas anders: Wer sich einmal durch das irre Regelwerk gebissen hat, der versteht, warum Skat 200 Jahre überlebt hat. Obwohl es  zwischenzeitlich einige Ablenkungen gab (industrielle Revolution, Badeente, Playstation, Wegwerfwindeln,  PC1715, NSA).

Was bis heute fehlte, war die Kombination Skat<—>Brandenburger Tor.

Also haben wir den überschätzten Steinklotz am Pariser Platz in unserer 200-Spiele-Guerilla-Skat-Serie angelaufen. Quadriga meets Karo Sieben? Kein Problem:

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Aber wie so oft in unserer Gesellschaft gibt es den scharfen Kontrast oben-unten. Also: Da oben spucken die Blech-Gäule auf uns, während ganz unten Clemens versucht, das Skat-Protokoll zu schreiben:

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Und so bekloppt sind wohl auch noch nie eingefahrene Stiche abgelegt worden. Weil das Brandenburger Tor von Darth Vaders, NVA- und US-Army-Soldaten, Volkspolizisten sowie Touristen Touristen, Touristen  umstellt ist, mussten wir das Ostbloque-Blatt eng am Mann tragen. Selbst der Skat landete so in Gregors Tasche:

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So. En Standbild für die Ewigkeit? Ja, eine freundliche Touristengruppe macht diesen bemerkenswerten Schnappschuss. Lebensfreude pur beim Guerilla-Skat. Obwohl, Gregor bemüht sich wenigstens um einen freundlichen Ausdruck…:

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So, geneigter Skatfreund, geneigte Skatfreundin, hier kommt die allseits beliebte Fortsetzung des Zahlensalats, der immer hier unten steht. Und wie gesagt: Es gibt einen Führungswechsel! Tatammmm!

Aber zuerst die Spiele:

Unser 124 Zusammentreffen setzt Gregor in den Sand. Kreuz, 2 Buben, schon ist er 72 Punkte ärmer.

Spiel 125 wird eine Herzensangelegenheit <peinliches Wortspiel, Entschuldigung> Frank holt dafür auch nur 20 Punkte.

Ohne Wortspiel, übrigens auch ohne aktiven Einsatz von Clemens in dieser Runde, geht Spiel 126 als Grand mit 2 Jungs an Frank. Und man sieht an den  72 Punkten, dass alles nur eine grosse Umverteilung ist, irgendwie. Von Gregor an Frank in diesem Fall. Und nun, sensationell, der grosse Schichtwechsel an der SPitze unserer Strasse der Besten:

Platz I: Frank mit 1164

Platz II: Clemens, 1142

Platz III: Gregor, minus 4.

Schönen 1. Advent!

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Die Merkel-Raute. Unsere Skatspiele 121-123. Noch Fragen, oder was…?

Richtig, wir tauchen heute kurz in die Vergangenheit: Als im letzten Wahlkampf die Post so richtig abging, pappte die CDU die  Merkel-Raute an einen Scheunen-Rohbau am Berliner Hauptbahnhof. Das sah so doof aus, dass wir gar nicht anders konnten als genau dort eine Guerilla-Skat-Runde hinzulegen. Denn ein derart sinnfreies Wahlplakat hat es in den vergangenen 200 Jahren Skat zwar noch nicht gegeben, aber der Slogan „Deutschlands Zukunft in besten Händen“ hat ja nun eine überwältigende Nähe zum Altenburger Jahrtausend-Spiel.

Gregor hat sich vor dieser Ostbloque-Runde zwar keine Kippe gedreht, aber es ist nicht mher zweifelsfrei festzustellen, was er dort tat. Nun denn, hier der Fotobeweis. Wofür auch immer…

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Falk jedenfalls hatte diesmal leichtes Spiel in der Motivwahl, weil die Riesenflosse von Merkel besondere Kreativität plattmachte.  Also hier das Ensemble: Hinten Poster, davor der triste bahnhofsvorplatz, davor hässliche Poller, auf denen man halbwegs Guerilla-Skat spielen kann, dahinter wir:

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Ja, und dann musste für die Ewigkeit und die Fotografie-Geschichte diese Serie her:

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Aber genug geschwelgt- gespielt haben wir auch. Ein Sieg sieht z.B. so aus:

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Dies war übrigens ein mattes einfaches Pik für Frank, ergo 22 Punkte.

Clemens schmetterte ein Kreuz mit 2 auf den hässlichen Betonpoller – Spiel 3, 36 Punkte.

Und weil Ordnung sein muss, legte auch Gregor seine 2 Jungs gut an. Grand – 72 Punkte.

Damit sind wir am Ende von 123 Spielen in der altbewährten Reihenfolge (die sich nach wie vor nicht in dieser Umfrage widerspiegelt, aber das nur am Rande…):

Clemens führt weiter mit 1142 knapp vor

Frank mit 1072; weit weit abgeschkagen, aber immerhin wieder im Plus:

Gregor und seine 68 Punkte.

Alles soweit in Guten Händen! nd wir melden uns…

Der Skat reitet ins Abendrot. Auf Schienen. Knallharte Romantik. In Berlin. Mit den Spielen 79-81.

 

Ja, ja, ja: Der Langersche Balken wurde geboren, als das Skat-Spiel schon 46 Jahre hinter sich hatte.  Das eine aus Altenburg exportiert, das andere aus Wien, aber Wurscht: heutzutage trifft man sich ohnehin in Berlin.  Der Langersche Balken heisst inzwischen Bogenbrücke, eine solche überspannt ein paar Schienen und heisst Modersohnbrücke, und dort trifft sich gern der Tourist mit versprengten Ureinwohnern und schaut gen Westen. Abends. Wohin auch die Sonne verschwindet.  Tolle Kombi: 

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Dieses Ereignis darf das Guerilla-Skat-Kollektiv nicht alleinlassen. Was auf der Modersohnbrücke gegen Abend sowieso kaum jemand ist, spätestens seit Klaviere dort aufgebaut und bespielt werden. Was wiederum nur geht, weil die Bogenbrücke eine solch stabile und in sich ruhende Konstruktion ist. Dies erklärt allerings auch nur ansatzweise, warum der Blick auf ein dickes Bündel Schienen und Schwellen und Oberleitungen und SIgnalanlagen mit dem Fernsehturm im Hintergrund so faszinierend ist. Muss es aber auch nicht – denn bewaffnet mit unserem ostbloque-Blatt haben wir besseres vor, als der lahmenden Abendsonne beim wegducken zuzuschauen. Unsere Serie mit 200 Spielen im Skatjahr 200 wartet nicht, also aufgebaut und losgekloppt:  

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Bevor die Dunkelheit einbricht über der Hauptstadt und alles in das übliche matsch-grau taucht, gewinnt Clemens, ohne auch nur einmal spielen zu müssen. Übersetzt in die Brückensprache: Gregor und Frank brechen mal wieder ein… :

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Spiel 79 schmeisst Frank als verlorenes Null über die Brüstung des Langerschen Balkens.

Spiel 80 kippt Gregor als einfaches  Pik gleich hinterher.  

Und Spiel 81? Ein Grand, 96 Punkte. Super. Aber für wen?

Wissen wir nicht. Blöd jetzt. Warum?  Weil Clemens seine Hand vor das Ergebnis hält. 

Deshalb heute keine Strasse der Besten!

Wird nachgereicht, wenn wir das rettende Ufer erreichen. Vor Sonnenaufgang. Links der Modersohnbrücke…

Wahlvolk: Halte ein! Geh zurück zum 2. Mai!

Denn am 2. Mai 2013 wurde hier unter einem der lahmen Texte eine eine sensationelle kleine Umfrage gepostet, deren Teilnahme – natürlich kostenlos – jedem Menschen dieses Planeten freisteht. Und die jeden Skatspieler von Format betrifft. Irgendwie. Frage: Wer gewinnt unsere Guerilla-Skat-Serie nach 200 Spielen?

Bislang ist es bei der krassest-möglichen Fehleinschätzung geblieben: Der Allzeitführende Clemens weit abgeschlagen, Frank Durchschnitt, und der weit hinter-allen-Herhinkende Gregor führt.

Kollektive Weisheit? Manipulation? Bitte, lieber Lesende dieser zeilen, scrolle im Blog herunter zum 2. Mai  und mach Dein Kreuzchen!

Danke.

Hurra! Wir sind Junioren!

Langsam gehen wir ja in die Zielgerade unseres Guerilla-Skat-Marathons  – Nur noch 170 Spiele, dann sind die 200 Jahre der Erst-Erwähnung feierlich geehrt. Und was stellen wir kurz vor dem Finish fest? Wir sind totaler Nachwuchs! Kleine Gruppe! Das Bild dazu:

kita-gruppe in leipzig

Der Rest steht hier:

http://www.mz-web.de/mitteldeutschland/kartenspiel-40-jaehrige-gelten-im-skat-als-nachwuchsspieler,20641266,21767526.html

Aber halt ! So richtig interessant wird es im letzten Absatz des Artikels: Sollten Angela Merkel oder Peer Steinbrück eine Ehrenrunde mit dem Skat-Nachwuchs von Ostbloque spielen wollen (um auch mal zu gewinnen): mail genügt….

Spiel 16 – 18. Dort, wo die Berlin-Touristen sind. In der Simon-Dach-Strasse…

Wir starten allerdings nicht in den bedauernswerten Spelunken, in denen sich der junge Reisende  per flatrate die Birne wegschiesst, sondern gepflegt im Steinwenders. Und das in der kurzen historischen Zwischenzeit, in der der es bis Mitternacht geniale Verpflegung gibt. Blöderweise haben wir komplett verpeilt, von diesem Spiel ein Bild zu machen. Linktipp: http://friedrichshainblog.de/steinwenders-kaffeeladen-berlin-friedrichshain/

So,zum Ernst des Lebens,hier die offizielle Ostbloque-Guerillas-Skat-Chronik für die Spiele 16-18.

In Spiel 16 geht es zu wie (bislang (fast) immer: Clemens gewinnt und bucht 36 Punkte auf seinen account.

In Spiel 17 geht es zu wie (bislang (fast) immer: Clemens gewinnt und bucht 24 Punkte auf seinen account.

In Spiel 18 geht es zu wie (bislang (fast) immer: Gregor verliert und spendet 66 Punkte von seinen account.

Und wir sammeln Munition für den 1.Mai.