Hoch die Tassen! Skat ist endlich 200 geworden! Wir stossen an – und spielen – Skat!!!

Freunde, man wird nur einmal 200. Wo feiern? Wie? Warum?

Wenn man richtig Schotter machen will – wie zum Beispiel eine komplett wahnsinnige Bundesregierung –  dann gibt man eine hässliche 90-Cent-Jubiläumsbriefmarke raus.

bm

Oder man setzt sich zu einem Gebäude, dass nur 10 Jahre jünger ist als Skat. Zeitgleich hatten  Clemens und Skat-Fotograf Falk die zündende Idee:  Altes Museum! Der Schinkel_Freund kann sich hier in Sachen Gebäude umschauen. Wir stossen erstmal an:

geburtstag DSCF0067

Richtig gesehen: Gregor schreckt vor nichts zurück: Rotkäppchen aus dem Skat-Nachbarland Sachsen/Anhalt. Am frühen Morgen. In 3 Metern Höhe. Erwähnten wir schon, dass Skat ja nur einmal 200 wird…? An dieser Stelle wieder mal eine interne Information – so kommen die Daten über unsere Spiele in Sekundenschnelle in den Besitz von Facebook, BND und NSA:

DSCF0068

Was bei Facebook so aussieht.

WIr haben seit Monaten auf den heutigen Tag hingespielt: WIr widmen dem Skat ja unsere Guerilla-Skat-Serie, immer eine Runde (3 Spiele)an einem irgendwie besonderen Ort. Und hier vor dem Alten Museum ist Bergfest! Spiel 100!

DSCF0071 DSCF0072 DSCF0073 DSCF0075

Natürlich haben wir am Jubiläumstag noch weitere locations bespielt. ABer die hat Falk ordentlich analog fotografiert, so dass die Einträge sich ewas verspäten, dafür aber  mit brilliantem Fotomaterial daherkommen werden. Kleiner Vorgeschmack: ARD, ZDF, Bundestag, kanzler-U-Bahn, Einstein, uswusf. Wir haben uns für den  Skatgeburtstag ziemlich ins Zeug gelegt….

Aber vergessen wir nicht: Skat hat eine dunkle, brutale Seite. nur so konnte sich dieses Spiel so lange gegen Maumau, Rommé oder Poker behaupten: Es kann immer nur einer gewinnen, der es immer mit 2 anderen zu tun hat, die diesen einen fertigmachen wollen. Häme, Neid, unbedingte Konkurrenz regieren. Soweit die kurze Erklärung. Wenns sein muss, hier die längere.

Und im Jubiläumsspiel mit unserem unvergleichlichen Ostbloque-Blatt  geht diese Brutalität des Spiels diesen schmerzlichen Weg:

Spiel Einhundert  gewinnt Gregor. Hier schmunzelt der Kenner: EInfaches Pik. 22 Pünktchen. kaum messbar im Skat-Universum. Na egal.

Spiel 101 gewinnt Clemens. Hier befällt den Kenner ein Lachkrampf. Einfaches Karo. Weniger geht nicht. 18 Punkte.

Spiel 102 reisst wieder Gregor an sich, gewinnt jedoch  Überraschung – seinen Grand. Einfach. 48 Punkte.

Und so sieht der Gesamt-Punktestand nach 102 Spielen aus:

Clemens führt mit 964 Punkten.

Frank folgt mit 853 Zählern.

Gregor bleibt dort, wo er seit Spiel 17 wohnt: Im Keller bei  -90.

Und damit ein weiteres Glas Rotkäppchen auf den Jubiliar!

Hurra! Hurraa!! Hurraa!!!

Die Skat-Polizei informiert: Hier kommt eine Vorladung vors Gericht!

 

Sagt der Gregor also, heute spielen wir mal vor Gericht. Also auf zum Landgericht. Der Kasten steht seit 1904 in der Littenstrasse in Berlin-Mitte, aber noch nie ist dort Guerilla-Skat gespielt worden.

DSCF0529

Drinnen ist es ebenso geräumig wie leer. Einsam und abgeschaltet wartet der Metalldetektor. Abgesperrt.

DSCF0527

Eins muss man sagen: Unübersichtlich ist es bei der Justiz:

DSCF0531

Aber wir müssen ja nur hoch zur 2. Etage.  Ein schöner Flur für unsere Guerilla-Skat-Spiele 94-96.

 

DSCF0515 DSCF0516

DSCF0519 DSCF0524

DSCF0526

So im letzten Bild eingeblendet das Spielergebnis. Mit leichter Unschärfe. Justitia. Ein Auge. Blind. Man kennt das. Darum hier das offizielle Protokoll. geht auch ganz schnell:

Spiel 94: Gregor, Grand, einfach, 48. Plus

Spiel 95: Clemens Grand, mit 3, und dann spielt der uns auch noch schwarz.  144. Auch plus

Spiel 96: Gregor schlägt wieder zu: Karo. Ohne 2. 54 Minus.

Das bringt die Spitze etwas durcheinander. nach 96 Spielen sieht es so aus:

Platz 1 Clemens

Platz 2 Frank

Platz 3 Gregor

Dies war die vorletzte Runde vor dem GROSSEN TAG DES SKAT-SPIELS – 200 Jahre der ersten urkundlichen Erwähnung am Mittwoch, 4.September 2013.  

Wir planen einen Ostbloque-Grosseinsatz. Und berichten hier….

 

Eilmeldung: Skat in letzter Instanz angekommen! 2 Tage vor seinem Geburtstag!

Hahaha, sehr lustig: Einstweilige Verfügung, Kreuzverhör oder Beleidigungs-Klage heissen die seltsamen und überteuerten  Gerichte in der „Letzten Instanz“. Die vermarktet sich als Berlins ältestes Restaurant, aber der Pfannfisch ist als Tagesgericht doch schon raus, als wir reinkommen. Ein guter Tausch für den Schuppen in Berlin-Mitte, direkt neben  einem kümmerlichen Rest Stadtmauer. Denn endlich schreibt die Instanz Geschichte: Guerilla-Skat-Geschichte – nur Stunden vor dem 200 Geburtstag des Skatspiels.

So, das war viel Text. Mund trocken. Also Prost, während Clemens letzte Vorbereitungen für diese Spielrunde trifft, und wir reden immerhin  von den Spielen 91-93:

DSCF0508

Ach ja: Die zur Stärkung angetesteten Buletten kommen umfangreich fettverpresst daher, weshalb wir auf diesem Bild etwas indifferent wirken. Aber der Magen ist auch nur ein Mensch, zumal der durch Skatspiel zu höchster Energielieferung an das Gehirn verpflichtete Magen. Mit Obstlerhilfe konnten wir das natürliche Gleichgewicht der Kräfte wieder herstellen, aber das führt jetzt zu weit weg vom Thema  also: Next slide please!

DSCF0506

Schauen wir uns nun die harten Fakten an.  Gregor punktemässig  ziemlich im Eimer, Clemens und Frank in harter AUseinandersetzung um die Spitze. So sieht das aus. Kann diese RUnde etwas daran ändern? Ja und Nein!

DSCF0510

Hier nochmal schriftlich:

Clemens greift in Spiel 91 an. Grand mit 2. Das bringt 72 Punkte.

Gregor setzt nach. Pik. Drei Jungs an Bord. 44 Punkte.  Schön, es sei denn….

Gregor schiebt ein Kreuzspiel in die Spree. Verlieren zählt doppelt. Also – 96

Damit ergibt sich dieser Punktestand:

1. Frank  – 829

2. Clemens – 802

3. Gregor – -212

Das muss vor Gericht. Kommt es auch. In der nächsten Runde. Vors  Kammergericht. Bis gleich! Und mittwoch wird Skat 200! Vor allem hier!

DSCF0512

Wiedervereinigung! Und jede Menge Skat. Dazu Kopernikus, ein Hirsch und die Mega-Statistik!

Ganz ehrlich jetzt? Hallo? Hallo???  Es stimmt:

Clemens war längere Zeit – und irgendwie fast unentschuldigt –  im Urlaub. Fast 6 Wochen. Und Skat zu zweit ist trostlos (es sei denn, Gregor und Frank treffen auf verschlungenen online-Pfaden doch noch auf den weit verreisten Clemens, aber das ist der nächste EIntrag, liebes Tagebuch) . Fast so schlimm wie die vergangenen Einträge hier, die kurz vor der Spielabrechnung zusamenklappten. Denn mit Clemens war auch unsere Spielstatistik abwesend.  Das hat nun ein Ende! Hurra! Frohlocket und zündet dem Skat-Gott Kerzen an!

Vorher aber ein Ausflug Richtung Hölle – oder jedenfalls in die Kopernikusstrasse, in Schwaben mitten im Friedrichshain. Dort haben wir einen legendären Guerilla-Skat-Abend beendet. Im Hirsch ( EIgenwerbung „don´t call it a cocktail bar“, aber wer würde das freiwillig tun?)

Von der Speisekarte waren noch die Kleinst-Tüten Salzbrezeln da (von easyjet importiert?), und vom freundlichen Halöle (

http://www.hirsch-friedrichshain.de/) war auch nix mehr zu hören. Aber es ist nur einmal 200 jahre Skat, und blöderweise auch nur ein Foto von unserem Guerilla-Skat-Spiel, und das ist hier. Wobei – soooo schlecht wie es scheint war die Stimmung doch nicht….:

hirsch

Nun aber der grosse Abwasch der vergangenen Spiele. Insgesamt haben wir 200  runterzureissen, und zwar Runde für Runde an einem anderen Ort. Wir sind inzwischen tapfer bei Runde 29, das müssten also 87 Spiele sein. Da Clemens ab Spiel 79  die Statistik irgendwo versteckte, hier der Nachtrag:

Wir gehen zurück zur Modersohnbrücke (Bier, Sonnenuntergang, Gleisanlage, Romantik-Ersatz):

Spiel 79 sah das übliche Scheitern von Frank an einem Null:   -46

Spiel 80 – Gregor solidarisch im verlieren. Aber mit einfachem Pik:   -44

Spiel 81 –  was für Frank das Null, ist für Gregor der Grand. Diesmal sogar gewonnen:  PLUS  96!

Nicht gespielt hat Clemens, sich aber trotzdem auf Platz eins zurückgehievt. Gregor bleibt mit weitem Abstand da, wo das Grundwasser fliesst.

Dann ging es ja ins Wein&Stein (wir berichteten). Das Ostbloque-Blatt heiter entblättert, durchgemsicht und ausgeteilt:

Dort fegte Frank den Rest der Bande mit fürstlichen 30 gekonnt vom Platz (Herz mit 2), worauf Gregor erst mit einfachem Grand (48) und dann mit seltsam vollausgestattetem Herz (60) weiter daran arbeitete, sich Richtung Tageslicht hochzugraben. Wer war nicht aktiv an Bord? Genau.  Aber jetzt ist er dran:  Wir wechseln zum Hirsch.  Schwaben in Berlin also, und hier ging die Sache so aus:

Spiel 85 reisst Clemens an sich, brezelt ein Kreuz ohne 2 knapp am Salzgebäck vorbei auf den angehobelten Holztisch, verliert aber. Huch!!! 72 Miese.

Spiel 86 – auch das muss notiert werden – mit 24 knapp über der Wahrnehmbarkeitsgrenze mit einem einfachen (aber gewonnenen) Kreuz von  Frank.

Spiel 87. Gregor. Grand. Einfach. Achtundvierzig.

Und das alles führt in der Strasse der Besten zu dieser Platzierung:

Holz: Gregor mit -174

Silber: Clemens und 730

Gold an Frank und 829 Punkt für Punkt hart ernullte oder erkämpfte Punkte. Oder so. Ohnehin sehen 4 Augen mehr als 3, darum alles nochmal im Schnelldurchlauf c/o unsere offizielle Spielstatistik (mit leichtem Gelbstich dokumentiert).

statistik

Ja zum Skat!

Erstaunliche Umfrage-Ergebnisse…

Bevor wir zur nächsten Guerilla-Skat-Runde ausreiten, eine kleine Nachfrage an die kollektive Weisheit: Wieso führt in der vielbeachteten  Umfrage „Wer gewinnt“  (in der aktuellen Spielliste) GREGOR?

Skat-Taufe-17

(Gregor wurde hier von Falk in ALltenburg abgelichtet).

Also, wir sprechen von  jenem GREGOR, der im wirklichen Spielverlauf momentan eigentlich hoffnungslos abgeschlagen ist? Eine Frage, die Frank etwas beschäftigt, während Clemens vorgibt, auch für Gregor stimmen zu wollen.  Seltsam, seltsam, das alles hier…

Blogverzeichnis - Blog Verzeichnis bloggerei.de