Die Skat-Polizei informiert: Hier kommt eine Vorladung vors Gericht!

 

Sagt der Gregor also, heute spielen wir mal vor Gericht. Also auf zum Landgericht. Der Kasten steht seit 1904 in der Littenstrasse in Berlin-Mitte, aber noch nie ist dort Guerilla-Skat gespielt worden.

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Drinnen ist es ebenso geräumig wie leer. Einsam und abgeschaltet wartet der Metalldetektor. Abgesperrt.

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Eins muss man sagen: Unübersichtlich ist es bei der Justiz:

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Aber wir müssen ja nur hoch zur 2. Etage.  Ein schöner Flur für unsere Guerilla-Skat-Spiele 94-96.

 

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So im letzten Bild eingeblendet das Spielergebnis. Mit leichter Unschärfe. Justitia. Ein Auge. Blind. Man kennt das. Darum hier das offizielle Protokoll. geht auch ganz schnell:

Spiel 94: Gregor, Grand, einfach, 48. Plus

Spiel 95: Clemens Grand, mit 3, und dann spielt der uns auch noch schwarz.  144. Auch plus

Spiel 96: Gregor schlägt wieder zu: Karo. Ohne 2. 54 Minus.

Das bringt die Spitze etwas durcheinander. nach 96 Spielen sieht es so aus:

Platz 1 Clemens

Platz 2 Frank

Platz 3 Gregor

Dies war die vorletzte Runde vor dem GROSSEN TAG DES SKAT-SPIELS – 200 Jahre der ersten urkundlichen Erwähnung am Mittwoch, 4.September 2013.  

Wir planen einen Ostbloque-Grosseinsatz. Und berichten hier….

 

Einheits-Skat am VDE11. Die Zukunft der Autobahn bei Schwanebeck. Unsere Spiele 60 – 62. Noch Fragen, Kienzle?

Jeder Skatspieler weiss: Wer länger im Stau steht, kommt später zum Spiel. Und da sind wir ganz fix beim Berliner Ring, einem gut gefüllten Teil des transeuropäischen Fernstrassennetzes. Noch weiter eingegrenzt: Die A10 bei Schwanebeck. Standstreifen fehlen. Ausfädelspuren fehlen. Die ganze Trassierung ist ungünstig. Der Verkehr B2 – A11 läuft über die belastete A10. Bloss gut, dass 23 Jahre nach der Deutschen Einheit am Verkehrsprojekt Deutsche Einheit 11 in Pankow herumgefrickelt wird.Nett anzuschauen hier: http://www.panketal.de/web/images/Pladeck/2-Infoveranstaltung%20Gemeinde%20Dezember%202010%20-%20Umbau%20Autobahndreieck.pdf.

Wir setzen uns also neben Tiefbaugeräte, Erdaushub und provisorische Fahrstreifen an den Berliner Ring.  Bildet sich ein fetter Stau, können die Fernreisenden vorbeikommen und beim Guerilla-Skat mitmischen. Locationscout Gregor dokumentiert das „Schwanebeck 8 km“-Schild neben dem teilfertiggestellten Verkehrsprojekt Deutsche Einheit 11.

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Ist aber auch wirklich eine Top-Investition  in unser Strassensystem: Anmutig der Kurvenzug, kraftvoll der Böschungswinkel, mit blauem Schild obendrüber…

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Aber genug geschwelgt, hier geht es um die harte Routine einer Guerilla-Skat-Runde. Da wird sich nix geschenkt. Na gut, und etwas Bier geschlürft dort draussen am Autobahnring (Danke, Gregor!):

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Aber wie gesagt, es wäre ein böser Trugschluss, an eine entspannte RUnde zu denken, denn am Ende unserer Guerilla-Skat-Serie haben wir 200 Spiele und nur einen Sieger. Und jeder will auf die Treppe. Olympiusche T-Shirts (Frank) sind nur ein infames Ablenkungsmanöver („Dabeisein ist alles“ und so…)

Was also ist passiert, während sich Auto für Auto mit Tempo 60 über die Baustelle linkerhand quälte?

Spiel 60  eine Rarität: Gregor gewinnt ein kleines Kreuz, 36 Punkte. Plus.

Spiel 61 eine Rarität: Gregor gewinnt schon wieder. Diesmal Pik. 33 Punkte. Plus.

Spiel 62 eine Rarität: Frank verliert. Karo. Auweiha. 54 Punkte. Minus.

Das ergibt an der Autobahn der Besten diese Verkehrssituation:

Etwas weiter hinten bleiben Gregor  und seine -183 Punkten.

Mit Tempo 480 unterwegs Frank, was nicht für die Spitze reicht –

Clemens brettert momentan mit halsbrecherischen 754 Punkten allen davon.

 

Alles ganz schön abgefahren heute…..

Keine Atempause, Geschichte wird gemacht – Aber wir haben eine Pause verdient! Und unsere Spiele 55 bis 57 auch…!

Liebe Kinder, als eure Opis noch Skat gespielt haben in verrauchten Kneipen, haben sie sowas wie Fehlfarben gehört (http://www.youtube.com/watch?v=s10U_efDHME). Oller Kram, der müde macht am ipad, weshalb wir euch heute diese kleine Geschichte erzählen wollen:

Also trug es sich zu, dass der tapfere Guerilla-Skat-Mitstreiter Gregor sprach: „WIr brauchen eine pause, ich habe Hunger, wir fahren zu „Scheer´s“. Das ist da, wo die U1 rüberrumpelt auf ihrem Weg nach Kreuzberg, und das gute bei Scheer´s ist die absolute Übersichtlichkeit und Transparenz der Speisekarte. Schnitzel mit oder ohne irgendwas, aber immer mit Schnitzel. mal als grobe Orientierung. Da haben Frank und Clemens also zugestimmt und wir haben auf unsere wohlverdiente Pause wartend noch unsere Mission erfüllt, nämlich die Skatspiele 55,56 und 57 gespielt, schliesslich müssen wir noch in diesem Jahr auf 200 kommen (und damit das Alter des Skat erreichen). Guerilla-mässig haben wir uns also an den Tisch gehockt und losgespielt, wer  allerdings VERENA ist, konnten wir nicht klären. Auch nicht, wer Toyota-Zeichen an die Wand malt. Vielleicht haben die Vegetarier doch recht?

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Für die Spielchronik jedenfalls gibt es eine Neuigkeit zu vermelden: 3 Spiele (ok, das hatten wir schon), aber auch 3 verschiedene SPieler, und jeder gewinnt auch noch.

Das bedeutet:

In Spiel #55 saugt Gregor 48 Punkte aus seinem Blatt (vermutlich Grand mit Herrn Kreuz)

Spiel #56  meint Clemens mit Pik gewinnen zu können und greift zu 33 Punkten,

SPiel #57 wird ein klassischer Nullpunkt: Null ouvert für Frank und 46 Punkte.

Und das, liebe Kinder, ergibt folgenden computerberechneten Spielstand:

1. Clemens, 706 Punkte

2. Frank, 676 Punkte

3. Gregor, -252 Punkte.

Und die Schnitzel sind wirklich lecker, der Salat dagegen: Naja…. (https://www.facebook.com/scheers.schnitzel)

 

 

Booooom, Ost gegen Ost: Plaste scheppert durch Beton! Da helfen nur unsere Skat-Spiele 52-54 weiter….

 

 

Es war ja so: Wir waren jung, die hässliche Mauer  grau und frisch geöffnet, also bekam sie 1990 frischer Farbe verpasst. Und zu den Berühmtheiten gehört seither der Trabant 601von Birgit Kinder mit dem flotten DDR-Kennzeichen  IGW 7-21 – den sie  damals auf die Mauer gepappt hat (http://www.wandmalerei-berlin.de/aktionen/bmesg/).

Nun wollen zwar Senat und fiese Spekulanten die East Side Gallery abreissen, worüber wir im letzten Eintrag mit Lücke berichteten, aber nicht weniger ätzend sind die vielen kleinen Schmutzfinger, die eigentlich permanent auf den Bildern rumkritzeln. Was so aussieht:

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Oder auch so (mit Clemens)

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Nicht so schön zu erkennen, weil so klein: in Clemens´ rechter Hand ein weiterer Grund unseres Guerilla-Skat-Ausflugs II an den Mauer-Rest: Unser Ostbloque-Blatt ziert ebenfalls ein Trabant (sh. http://www.ostbloque.de ) – dies ist also eine Art Klassentreffen.  Aber nun: Frisch aufgespielt!

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Schade, dass unsere Skatrunde zwar durchaus Beachtung der Berlin-Touristen findet, allerdings versuchen die im Wesentlichen , an uns vorbei den Trabi von Frau Kinder zu knipsen…

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Nun aber zum Kern unseres harten Daseins – dem Tribut an den Skatgott und seinem vor 200 Jahren erstmals erwähnten Baby – unsere offizielle Ostbloque-Guerilla-Skat-Spielrunde (wird dieser Name eigenbtlich immer länger…?)

Das Skatspiel mit der Startnummer 52 kann Gregor mit einem einfachen Kreuz und 24 Punkten auf seinen Dispo buchen. Da muss Clemens einschreiten und einen Pik als Spiel #53  anketteln: 44 Punkte schnellt seine Liste Richtung Orbit.  Während Frank zwar auch irgendwie anwesend ist, aber nur unspielbare Mistblätter auffindet, wagt sich Gregor  vor und setzt die Mutti aller Spiele, ein kleines feines Karo, solide gegen den Baum. Unangeschnallt. Somit endet Spiel 54 mit -54, und wer jetzt noch nicht abergläubisch war, sollte es werden.

Eine neue Rangfolge gibt es auch (der kurze Ausreisser von Frank ist vorbei):

Gold  momentan Clemens mit  673 Punkten

Silber – Frank – 630

Bronze Gregor mit -300

Und all das ist besser als der erste Trabi von Frank (aquarienblau) mit seiner ewig nassen Zündkerze….

 

Jetzt offiziell: Wir sind die Bekloppten, die in Springbrunnen Skat spielen. Die Spiele 37-39. Gluck gluck!

Jeder Springbrunnen hat irgendwann seine Sinnkrise. Im Fall des Brunnens am Strausberger Platz (Berlin-Friedrichshain) kam der im Alter von  46 Jahren:skatbrunnen2 

Da nämlich setzten wir uns rein und spielten Skat. Was kein Problem für uns oder das Ostbloque-Blatt war, denn die Fontänen sind in diesem Jahr leider noch nicht aktiviert worden.  Und wenn man das hier liest, wird es in diesem Jahr, Jahrzehnt oder Jahrhundert wohl auch nicht mehr werden (denn erst ist der BER dran)…:

 http://www.berlin.de/ba-friedrichshain-kreuzberg/verwaltung/org/natur/brunnen_strausberger_platz.html

Schade für den Brunnen, gut für unsere Guerilla-Skat-Serie (hier nach dem 2.Spiel).

skatbrunnen 3

Da man nur einmal 200 wird (wie im konkreten Fall das Skat), haben wir unser Spiel  aus der Ferne dokumentieren lassen (Blick von der Karl-Marx-Allee südwestwärts, wir sind in der BIldmitte, direkt hinter der Paulick-Leuchte).
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Mitten in unsere Skatrunde landete übrigens eine Ente im Brunnen, den wir zwar leider inaktiv, aber mit dieser genialen Aussicht verlassen haben:

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Bleibt noch der Blick auf unsere Guerilla-Skat-Serie. Hier im Original:

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Und hier die Fakten:

Spiel 37 beendet Gregors Pechsträhne und bringt ihn mit 96 Grand-Punkten nach vorn.

Spiel 38 bringt Clemens ein Routine-Pik mit 22 Punkten,

Spiel 39 bringt Gregor ein Routine-Pik mit 22 Punkten. Naja, Skatgeschichte hat auch ihre unspäktakulären Kapitel….

Am Ende der Brunnen-Session führt

Clemens (485) vor

Frank (395) und

Gregor (-264).

Und das alles  ohne Fontäne! Leider….

Zeit, dass die Zeit sich Zeit nimmt….

Gut, wir waren schon vor Monaten an den beschriebenen Schauplätzen, aber wir müssen ja auch kein Blatt füllen, sondern nur 200 Guerilla-Skatspiele abreissen…

http://www.zeit.de/2013/19/thueringen-altenburg-skat

PS.: Wenn schon social media, dann mit uns. Unsere Skat-Guerilla-Tour jetzt auch auf twitter und tumblr. Und bei Ostbloque.de sowieso!

Der „Reichskanzler für Physik“ war kein Schwabe. Unsere Skat-Spiele 34-36 auch nicht. Frieden!

Clemens spricht vom „Helmi“, der Zugereiste findet  im Baedecker die Beschreibung „Helmholtzplatz“, aber in echt reden wir natürlich  vom Hermann Ludwig Ferdinand von Helmholtz-Platz, über dessen universalgelehrten Namensgeber sich alles weitere im Internet nachlesen lässt.U.a. sein seltsamer Spitzname.

Nur soviel (mit Dank an wikipedia): Elegant gelöst finden wir als Elektrodynamiker die Helmholtzgleichung, die sich überzeugend aus der Wellengleichung für das Vektorpotential bei Annahme harmonischer Zeitabhängigkeit ergibt. Oder so:

\triangle \mathbf{A} +  \omega^2 \mu \epsilon \cdot \mathbf{A}= \triangle \mathbf{A} +  \frac {\omega^2}{c^2} \cdot \mathbf{A}= 0

Jedenfalls muss auf dem Helmholtzplatz schnellstens eine RUnde Guerilla-Skat her. Denn die Zeiten sind hart für die Schwaben in der Stadt.  Und viele wohnen im Kiez  um unseren aktuellen Spielort. Der -ohne uns- etwa so aussieht:  http://www.360berlin.net/prenzlauer-berg/helmholtzplatz

Wir zeigen gelebte (oder gespielte?) Solidarität. Auf Sand gebaut, leider. Siehe Bild:

helmi 1

Soviel lässt sich sagen: Sand+Karten=knirschende Angelegenheit. Was sich unmittelbar an den SPielergebnissen ablesen lässt:

Spiel 34 geht als einfaches Pik an Gregor (+22),

Spiel 35 bringt es nur zum Karo, Gregor holt 54 Punkte(!),

Spiel 36 versemmelt Frank als Pik ohne 2, was 66 Punkte kostet.

Der Fotobeweis hier, wieder authentisch über Kopf abgelichtet, daneben: „Der einsame Chronist am Helmi“.

 

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Mal wieder unverändert unsere Liste. Nach Küchenschluss finden wir:

Clemens auf 1: 463 Punkte (können auch nicht weniger werden, wenn er nicht mehr spielt…)

Frank auf 2: Mit 395 hat er die 400er Schallmauer wieder nach unten durchbrochen

Gregor auf 3: -382 – auch unser Dauer-Schlusslicht hat also die 400er Mauer genommen, allerdings die im Untergeschoss…

Frohe Pfingsten!

 

Hurra! Wir sind Junioren!

Langsam gehen wir ja in die Zielgerade unseres Guerilla-Skat-Marathons  – Nur noch 170 Spiele, dann sind die 200 Jahre der Erst-Erwähnung feierlich geehrt. Und was stellen wir kurz vor dem Finish fest? Wir sind totaler Nachwuchs! Kleine Gruppe! Das Bild dazu:

kita-gruppe in leipzig

Der Rest steht hier:

http://www.mz-web.de/mitteldeutschland/kartenspiel-40-jaehrige-gelten-im-skat-als-nachwuchsspieler,20641266,21767526.html

Aber halt ! So richtig interessant wird es im letzten Absatz des Artikels: Sollten Angela Merkel oder Peer Steinbrück eine Ehrenrunde mit dem Skat-Nachwuchs von Ostbloque spielen wollen (um auch mal zu gewinnen): mail genügt….

Ein Spiel ohne Gnade: Wenn aufrechte Skatspieler brutal vor Gericht gezerrt werden!

Ja, es sieht so einfach,  friedlich und harmonisch aus, doch Vorsicht! Trugschluss!

Skat-Taufe-16

Heute also der versprochene Rückblick auf die düstere Schattenseite des Skatspiels. Wie bereits erwähnt: Skat ist Krieg, in praktisch jedem Moment sind die Spieler nur einen Millimeter vom grossen Krach entfernt. Schon Kleinigkeiten genügen, und das üppige Regelwerk des eigentlich elegant/einfachen Spiels deckt kuriose Spiel– oder Verhaltensweisen nicht mehr ab. Bevor wir uns also an die Gurgel gingen, schrieben wir am 27.Januar   das Skatgericht an (sh. hier: http://www.deutscherskatverband.de/deutsches_skatgericht.html), dass zu diesem zeitpunbkt noch nicht wusste, dass es 3 tage später das aufsehenerregende Urteil SkGE 120-2013 fällen würde.

Der Grund: Alleinspieler Frank sah sich nach einer mutigen Aktion im Kreuzfeuer heftigster Kritik von Clemens und Gregor, wir haben das dem Skatgericht so geschildert (und man merkt im seltsamen Stil nochdie nachwirkende Empörung…:

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Ihre Anfrage:
Folgende Frage tauchte gestern Nacht auf: Der Alleinspieler (Grand mit 3, Schneider angesagt) deckt in Vorhand sein Blatt nach dem 3. Stich auf, in der Erwartung, keinen Stich mehr abgeben zu müssen.
Er hat dabei übersehen, dass Rückhand noch genau einmal mit dem Karo-Buben einstechen kann, allerdings ohne aus dem Schneider zu kommen, also ohne das angesagte Spiel zu Fall zu bringen. Der Alleinspieler argumentiert, dass er der Gegenseite einen klaren Vorteil gibt, aber nicht zu ouvert gewechselt ist und klar seine 120 punkte erhält. Die Mitspieler behaupten, das Aufdecken beinhalte die Sicherheit, keinen Stich mehr abzugeben – das <spiel ist also verloren. Wir haben das Spiel für den Alleinspieler gewertet, aber unter dem Vorbehalt einer höchstrichterlichen Entscheidung.

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Nur 3 Tage später gab uns das Internationale Skatgericht per email das Urteil bekannt:

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Wird wie folgt entschieden:
Der Alleinspieler hat sein Spiel, so wie angesagt, verloren.
Begründung:
Zunächst ist anzumerken, dass nach ISkO 5.2.5 (siehe unten) eine „Schneider“ Ansage nur erfolgen kann, wenn der Alleinspieler ein Handspiel durchführt. Wir gehen davon aus (obwohl es für die Entscheidung unerheblich ist), dass der Alleinspieler ein Handspiel durchgeführt und eine „Schneider“ Ansage vorgenommen hat.
ISkO 5.2.5 Schneider angesagt und Schwarz angesagt wird nur dann berechnet, wenn der
Alleinspieler bei einem Handspiel die betreffende Gewinnstufe tatsächlich angesagt hat.
Erreicht er sie nicht, hat er das Spiel mindestens in der angesagten Gewinnstufe verloren.
Gewinnt er in einer höheren Gewinnstufe als der angesagten, zählt die höhere. Verliert
der Alleinspieler in der angesagten Gewinnstufe, wird ihm diese nicht doppelt berechnet
(den so genannten Eigenschneider gibt es nicht).
Der Alleinspieler hat eine nach ISkO 4.3.4 (siehe unten) erlaubte Spielabkürzung vorgenommen und sich damit selbst verpflichtet, alle weiteren Stiche zu erhalten. Weil er noch einen Stich abgeben muss,
kann er dieser sich selbst auferlegten Verpflichtung (alle Reststiche zu erhalten) nicht nachkommen.

Da der Alleinspieler seine Karten ohne Abgabe einer einschränkenden Erklärung (z. B. „Ihr könnt noch einen Stich machen, aber nicht mehr aus dem Schneider kommen“) vorgezeigt hat, gehören die verbleibenden sieben Reststiche der Gegenpartei. Aus diesem Grund muss ihm das Spiel (so wie es angesagt wurde) als verloren abgeschrieben werden.
Der Alleinspieler ist für alle seine Handlungen selbst verantwortlich. Dementsprechend muss er auch die daraus entstehenden Konsequenzen (im o.g. Fall Spielverlust) tragen.
ISkO 4.3.4 Durch das Auflegen oder Zeigen seiner Karten (auch nur an einen Gegenspieler) während eines Farb- oder Grandspiels ohne Abgabe einer Erklärung verpflichtet sich der Alleinspieler,  alle weiteren Stiche zu machen. Gibt er eine Erklärung ab, muß er sie in allen
Punkten erfüllen. Die Bestimmungen 4.1.3 bis 4.1.6 gelten entsprechend. Bei Nullspielen
zeigt er auf diese Weise an, keinen Stich zu erhalten.

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Tja, und so wurde also aus einem: Frank hat gewonnen ein:  Frank hat gewonnen . Auch blöd irgendwie. Aber rechtens. Irgendwie….

Spiel 19 – 21: Am 1.Mai über den Wolken…

Es kreist ein einsam Hubschrauber über dem Stadtgebiet, im Fernseh haut Bayern barca auf die Mütze, unten eilt – tatüütataa – die Polizeikollonne von a (Kreuzberg) nach b (Mitte) und zurück, und wir stehen oben auf der Karl-Marx-Allee, um der heiligen Aufgabe nachzukommen, unser Guerilla-Skat-Konto um 3 weitere Spiele zu bereichern. 200 sollen es werden im Skat-Jahr 200, also weg das Bier und ran ans Blatt:

oben und im dunkeln... DSCF0472

OK, full disclosure: Diese Bilder sind mit Selbstauslöser aufgenommen, weshalb Clemens links auch ungefähr 15 Karten in der Hand hält. Echt dagegen ist dieser Eintrag unseres Stamm-Chronisten in die offizielle-200-Spiele-Statistik:

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Wir spielen unter erschwerten Bedingungen, weil in zunehmender Dunkelheit rot und schwarz nur noch schwer zu unterscheiden ist, aber einen offiziellen Spielverlauf haben wir trotzdem:

Spiel 19 nimmt Frank an sich und katapultiert sich mit 96 Punkten aus dem Minusbereich auf 22 Punkte hoch. +22!

Spiel 20 geht nochmal an Frank, ein einfaches kreuz bringt 24 Pünktchen, was aber besser ist als

Spiel 21 mit einem wagemutigen Gregor.    Pik ohne 4. Immerhin spielt er sich sauber aus dem Schneider. 110 miese, das bedeutet im Moment unangefochten Platz 3.

Ausgeruht hat sich Clemens, was mit 301 eine weise Idee sein könnte. In dem Zusammenhang: Bitte vergesst nicht, die Statistik unter aktuelle Spiele auszufüllen!

Wir klettern im Dunkeln zurück auf NN. Nächste Runde Guerilla-Skat, wir kommen!