Einheits-Skat am VDE11. Die Zukunft der Autobahn bei Schwanebeck. Unsere Spiele 60 – 62. Noch Fragen, Kienzle?

Jeder Skatspieler weiss: Wer länger im Stau steht, kommt später zum Spiel. Und da sind wir ganz fix beim Berliner Ring, einem gut gefüllten Teil des transeuropäischen Fernstrassennetzes. Noch weiter eingegrenzt: Die A10 bei Schwanebeck. Standstreifen fehlen. Ausfädelspuren fehlen. Die ganze Trassierung ist ungünstig. Der Verkehr B2 – A11 läuft über die belastete A10. Bloss gut, dass 23 Jahre nach der Deutschen Einheit am Verkehrsprojekt Deutsche Einheit 11 in Pankow herumgefrickelt wird.Nett anzuschauen hier: http://www.panketal.de/web/images/Pladeck/2-Infoveranstaltung%20Gemeinde%20Dezember%202010%20-%20Umbau%20Autobahndreieck.pdf.

Wir setzen uns also neben Tiefbaugeräte, Erdaushub und provisorische Fahrstreifen an den Berliner Ring.  Bildet sich ein fetter Stau, können die Fernreisenden vorbeikommen und beim Guerilla-Skat mitmischen. Locationscout Gregor dokumentiert das „Schwanebeck 8 km“-Schild neben dem teilfertiggestellten Verkehrsprojekt Deutsche Einheit 11.

a10

Ist aber auch wirklich eine Top-Investition  in unser Strassensystem: Anmutig der Kurvenzug, kraftvoll der Böschungswinkel, mit blauem Schild obendrüber…

DSCF0936

Aber genug geschwelgt, hier geht es um die harte Routine einer Guerilla-Skat-Runde. Da wird sich nix geschenkt. Na gut, und etwas Bier geschlürft dort draussen am Autobahnring (Danke, Gregor!):

DSCF0937 DSCF0938 DSCF0939

Aber wie gesagt, es wäre ein böser Trugschluss, an eine entspannte RUnde zu denken, denn am Ende unserer Guerilla-Skat-Serie haben wir 200 Spiele und nur einen Sieger. Und jeder will auf die Treppe. Olympiusche T-Shirts (Frank) sind nur ein infames Ablenkungsmanöver („Dabeisein ist alles“ und so…)

Was also ist passiert, während sich Auto für Auto mit Tempo 60 über die Baustelle linkerhand quälte?

Spiel 60  eine Rarität: Gregor gewinnt ein kleines Kreuz, 36 Punkte. Plus.

Spiel 61 eine Rarität: Gregor gewinnt schon wieder. Diesmal Pik. 33 Punkte. Plus.

Spiel 62 eine Rarität: Frank verliert. Karo. Auweiha. 54 Punkte. Minus.

Das ergibt an der Autobahn der Besten diese Verkehrssituation:

Etwas weiter hinten bleiben Gregor  und seine -183 Punkten.

Mit Tempo 480 unterwegs Frank, was nicht für die Spitze reicht –

Clemens brettert momentan mit halsbrecherischen 754 Punkten allen davon.

 

Alles ganz schön abgefahren heute…..

Endlich: Skat wird total umweltfreundlich. Und das in Berlin! Unsere Windkraft-Spiele 58-60. Und ein neuer Atom-Strom-Freund….

Klartext, Berlin: Du bist eine ziemliche Umwelt-Sau. Warum? Weil in Deutschland über 23.000 WIndräder rumstehen. Und wieviele davon in Berlin? Eins! Das sind stolze  0,004%! Und die sehen so aus:

DSCF0949

Wer hätte gedacht, dass wir im jahr 200 des Skat an den Stadtrand ausrücken müssen, um unsere Solidarität mit der Windkraft  mit einer Guerilla-Skat-Runde zu demonstrieren?  Für unsere Energiewende sind wir also los zur einzigen Anlage Berlins, einer Enercon E82-E2, direkt an der Stadtgrenze kurz vor Brandenburg. Und wer all das nicht glaubt, hier die offizielle Bestätigung aus Pankow (mit einer Spitzen-pdf):

http://www.berlin.de/ba-pankow/aktuelles/windkraftanlage.html

Damit uns die rauschende Windmühle  nicht das Blatt vom Guerilla-Skat-Tisch wegweht, haben wir uns auf einem Parkplatz unweit vom Turm aufgebaut (dicht neben dutzenden leerer Netto-Lastern). Der zweite Grund ist etwas platter:   Das Gerät im Hintergrund ist 180 Meter gross und passt nur so mit uns auf ein Bild:

windrad und skat

Ja, dieses Bild zeigt präzise die konzentrierte Arbeitsathmosphäre die bei unseren Skatrunden herrscht. Aber keine Karten. Gut, dass  Gregor dieser spektakuläre Schnappschuss gelingt: Vorne 740 PS, hinten 2,3 Giga-Watt.

936095_10151779186107018_1225308370_n

So, und jetzt kommt die Atom-Strom-Werbung. Oder wenigstens soviel: Frank hat mächtig Pech unter dem Einfluss des Erneuerbaren Energie-Feldes am Rande der Grossstadt.  Denn so geht diese Runde in die Geschichte ein:

In Spiel 58 macht Clemens das, was er immer macht, wenn er schonmal spielt: Er gewinnt.   48 Punkte.

Mit Spiel 59 zerbröseln Gregor und Clemens die Hoffnung von Frank, seinen Grand mit 2 zu gewinnen – dank Eigenschneiderregelungen (…) gibts -96. Das sollte schlauer machen, aber auch

Spiel 60 reisst Frank an sich (mit einem aufsehenerregenden einfachen Karo, liebe Kinder!!!), was sein Konto weitere 36 Zähler Richtung Gregor zieht.

Die Strasse der Besten nach 60 Spielen:

1. Clemens, 754 Punkte

2.Frank, 534

3. Clemens -252

Und was sagt das Windrad dazu? Wuschhhhhh, Wuschhhhhhh, Wuschhhhhhh…………..

Die Skatspiele 13-15. In Pankow. Und es hat keine 24 Stunden gedauert….

Samstag abend, wir reisen gen Pankow, um die Fahnen des Skat bei den verheissungsvollen „24 Spielstunden von Pankow“ hochzuhalten.  Der link zum Stadtteilzentrum Pankow: http://panke-spieler.jimdo.com/vergangene-events/bericht-von-den-24-spielstunden/die-24-spielstunden-von-pankow/

Allerdings wird nichts aus unserem Plan, den jungen Sonntag-Morgen von Pankow  nach einer durchspielten xxl-Skat-Nacht zu begrüssen. Denn das Haus lehrt sich nach 22:00  doch ziemlich fix, und noch vor Mitternacht sind wir die letzten Spieler….

 Warum nicht? Skat in Pankow  Skat in Pankow II

Dafür lernen wir einen Hobby-Spiele-Entwickler kennen, der einen ziemlich komplexen Mix aus Skat und Schach entwickelt hat (die Karten sagen irgendwie, wohin die Schachfiguren gesetzt werden können, aber nicht müssen.Die Schachfiguren sind grün/rot).

Und wir lernen Thomas Müller kennen, der nach einigen Skatrunden auspackt über seine Spielentwicklung. Die er dann ach auspackt, auf dass wir sie testen.  „Machtwechsel“.Kein Spiel, in das man unvorbereitet gehen sollte. Clemens setzt  sich haushoch durch. Auch gegen den Erfinder.

Aber genug geschwatzt, natürlich geht es auch hier in Pankow darum, weitere Spiele auf dem Tacho zu haben. Der Spielverlauf im einzelnen:

Spiel 13 geht an Frank, mit -144 der bislang höchste Verlust.

In Spiel 14 sackt Clemens 120 Punkte ein, dieser Grand schiebt ihn von der SPitze noch weiter nach vorn an die Spitze.

Spiel 15 geht mit bescheidenen 48 wieder an Frank, der damit aus den tiefen Tiefen des Negativen wieder etwas weiter Richtung Null-Linie emportaucht.

Gregor ruht sich auf seinen 56 Punkten aus.

 

Die Skatspiele 10-12: FT

Kurzer Zwischenstand: Es ist 13.April und wir stehen bei 9 Spielen unserer Skat-Guerilla-Serie. Nur noch 191, und wir sind durch. Heute ist ein besonderer Samstag, aber dazu mehr im nächsten Eintrag. denn zunächst entern wir das Filmtheater am Friedrichshain (aka FT). Weil wir sowieso in der Nähe sind. Und weil Gregor einen Parkplatz findet.  Hat seine Vorteile, wenn man sich mit dem Skat-Gott gut stellt.  Während sich die Schlange der Kinogängerschaft an Kasse/Popcorn-Ausgabe kräuselt, bringen wir  etwas Flair in die Veranstaltung, wie diese per Selbstauslöser aufgenommenen Bilder leider nur ansatzweise vermitteln, denn sowohl die Schlange ist punktgenau weg und wir zwängen uns in einen virtuelle rahmen, der leider mit dem tatsächlichen Bildausschnitt, naja. Geht ja um die Sache. 200 Jahre Skat verlangen von allen Opfer…

DSCF0233 DSCF0232

Und hier die Ergebnisse in sortierter Reihenfolge:

Spiel 10: Clemens greift zu Herz und nimmt 40 Punkte mit

Spiel 11: Gregor greift zu seinem Lieblingsspiel  (Grand). 72 Punkte dafür.

Spiel 12. Gregor übertreibt: Herz mit/ohne  2 (das ist nicht mehr zu rekonstruieren).

Damit führt Clemens unangefochten vor Gregor. Frank hinten. Mehr Einsatz!

Aber die Spiele 10-12  waren  eigentlich nur Aufwärmprogramm für den nächsten, den  grossen, den Guinness-buch-haltigen Auftritt, wozu wir allerdings erst einmal nach Pankow umsetzen müssen….