Es gibt offizielle Nachspielzeit! Klingt „abgedreht“? Genau – denn da haben wir unsere Spiele 139-141 gekloppt

Skatspieler! Skatspielerinnen! Symphatisanten! Menschen!

Willkommen im Jahr 201  des Skatspiels – denn unsere Zeitrechnung beginnt 1813 in Altenburg. Allerdings nicht am 1. januar, sondern (wir berichteten), im Spätsommer.
Klingt nach Ausrede, ist es auch. Wir widmen dem Skat-Gott alle 200 Spiele, aber sind nicht bis zum völlig aus der Luft gegriffenen „Jahreswechsel“ oder „Silvester“ oder „Neujahr“ fertig geworden.

Na und? Technisch gesehen begann unsere Guerilla-Skat-Serie  in der Arschkälte des Altenburger Marktes am 2.April 2013, wie in diesem Blog-Eintrag detailliert nachzulesen ist…. Nochmal ein Prost auf diesen historischen Moment:

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Skat-Taufe-16

Und damit nahtlos zur aktuellen Runde: Für die sind wir zum Frankfurter Tor gezogen, und von dort ins abgedreht. Was natürlich nicht passieren darf: Wir haben vergessen, ein Beweisfoto zu machen. Blöd, aber passiert. Also hier ein  würdiger Platzhalter:

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Und so ging die Runde aus im abgedreht:

Spiel 139 gewinnt Frank mit Hilfe von 2 Jungs und einer Kreuz-Flöte:  Macht 36!

Spiel 140 läuft wie Spiel 139, nur dass aus Kreuz Pik wird: 33 oben drauf für Frank! Naja, der eufel, der Haufen, man kennt das….

Und dann: Sensation!!!

In Spiel 141 wird seit etwas längerer Zeit Clemens wieder aktiv. Naja. Und verliert seinen einfachen Grand. -48.

Was bedeutet das für die Strasse der Besten?

Eigentlich nix, nur der Punktwert ändert sich etwas:

Platz 3: Gregor, -72

Platz 2: Clemens, 1094

Platz 1: Frank, 1207

Happy 2014!

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Draussen: Nur grau. Innen: Pei-Bau. Und unsere Spiele 133-135. Genau.

Der Skat-Spieler trägt ja gern Sonne im Herzen durch die Gegend. Aber selbst das hilft in Berlin  ganz oft gar nicht weiter. Regen, Matsche, Trübsinn, Gregor und Clemens und gut gemischte Karten füreine Runde Guerilla-Skat. So sieht das aus (von aussen nach innen und innen nach aussen):

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Hach, da sieht man es schon: Der Regen bleibt draussen, was wir  Ieoh Ming Pei verdanken.  Der hat uns ein Gebäude errichtet, dass manche Pei-Bau nennen, und manche „Ausstellungsbau des Deutschen Historischen Museums„. Und der erst richtig wirkt, wenn ein cooles Skatblatt wie dieses ins Bild kommt:

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Moderne, Geschichte und 200 Jahre Skat, das führt unweigerlich zu diesen Bildern…:

 

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Pei-Bau heisst für uns: Herz&Null.

Frank spielt mit 3 Jungs ein Herz, was 40 Punkte bringt.

Dann folgt ein verlorenes Null. Von  Frank. Was diese Herren freut:
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Und dann legt Gregor noch ein Herz ohne 2 hin, was ihm 30 Punkte bringt.
Hurrrrra,  kleine Siegerehrung nach 135 Spielen:

1. Frank: 1230
2. Clemens: 1142
3. Gregor: -55

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Boooooom!!! Kanonen sind auf den Skat gerichtet. Unsere todesmutige Spiele 130-132

Wir wolln ja nüscht sagen, Aber die Welt ist zugestellt mit einigem Kram, der noch älter ist als Skat. Zum Beispiel das Zeughaus. In Berlin. Der älteste Schuppen, der Unter den Linden  rumsteht. Andererseits: Wie hier bereits häufiger geschickt platziert: Skat hat inzwischen auch seine 200 Jahre hinter sich. Weshalb wir also ins Museum gelatscht sind. Eine Guerilla-Runde. Neben dieser gewaltigen Kanone hier. Für noch mehr Dramatik:

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Leider hat der ansonsten recht ansehnliche Lichthof ein massives Problem. Keinen Skattisch. Also müssen wissbegierige Museumsbesucher mit Rückenleiden weiterziehen. Während wir  200 Jahre Skat feiern:

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Leider läuft es (mal wieder) nicht so optimal für Gregor in dieser Runde. Aber schau selbst, liebe Skatfreundin, lieber Skatfreund:

In Spiel 130 versemmelt Gregor einen Grand. Ohne 2. 144 Punkte, weiter ab in den Dispo!

Dagegen Spiel 131  das ganze Gegenteil: Ein Grand, mit 2, von Frank und vor allem: Gewonnen! 72 Punkte plus.
Was Gregor in Spiel 132 nicht auf sich sitzen lässt. Einfacher Grand. Na, geht doch! 48 Punkte.

Und das führt uns zur – Tusch-Kanonenschlag-Tusch – Strasse der Besten:

GOLD: Frank verteidigt die Spitze mit  1236 Punkten.

SILBER: Clemens dicht dran mit 1142 Punkte.

BRONZE: Auch nicht weit weg: -85 Punkte.

Skat im Weltall – und Fritz wird unser 4.Mitspieler. Ausserdem: Wir und das längste Rohr der Welt….

Wir leben in spannenden Zeiten des Umbruchs. Genauer gesagt: Nach 75 Guerilla-Skat-Spielen war Spalte unserer Chronik restlos überfüllt.  Also geht es mit dieser Runde und  76 wieder oben los. Naja, noch nicht so ganz für Gregor, der sich  etwas im Skatkeller festgebissen hat….

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Vorbereitung ist eben alles, denn wir spielen nicht allein:

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Der freundliche Kollege in der Bildmitte heisst Friedrich Simon Archenhold,  seine Bio steht hier: http://www.einstein-website.de/biographien/archenhold_inhalt.html.

WIr spielen also vor dem  bis heute längsten beweglichen Linsenfernrohr der Welt, das hat über 100 Jahre auf dem Buckel (*Gewerbeausstellung Berlin 1896), womit dieses Fernrohr sich als stolzer Enkel   des Skatspiels (200 Jahre) fühlen könnte, falls dieser Gedanke in irgendeine Richtung Sinn ergeben sollte.  Das Fernrohr jedenfalls hinter uns, nicht im Bild die Mücken-Hundertschaften im Vordergrund. Wissenschaft fordert Opfer….

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Eines zeigen die Aufnahmen von Sabine deutlich: SO ein Fernrohr hat schon seinen Sinn. Es kann scheinbar winzige DInge ganz schön vergrössern. Ohne weitere Erklärungen zum spektakulären Beweis in Form einer Fotoserie:  2013_0706DZ

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Wahnsinn, oder? Wieder ordentlich zurück-gezoomt gehen unsere Skat-Spiele 76-78  so über den Rasen:

2013_0706DW

Hier der Spielverlauf im Schnelldurchlauf und aus der Chronisten-Perspektive:

sdb

Etwas ausführlicher: Gregor bohrt sich weiter vor Richtung Erdmittelpunkt, Frank macht ein mageres Spiel, Clemens hält sich weiter vornehm zurück, was ihn die Führung kostet:

– In Spiel #76 verliert  Gregor ein einfaches Kreuz, was -48 bedeutet,

– In  #77  serviert Frank ein einfaches Pik – das einfache 22 Punkte einbringt.

– Wogegen  in #78 Gregor einen Grand ohne die beiden Spitzenkader knapp erdet, weitere -144.

Macht aber nix, schliesslich spielen wir an einem Ort, an dem Albert Einstein vor 98 Jahren seinen ersten öffentlichen Vortrag zur Relativitätstheorie hielt:

programm_juni_1915

(vielen Dank für das Bild an die http://www.einstein-website.de)

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Die Strasse der Besten also nur eine relative Angelegenheit, die in absoluten Zahlen nach Spiel 78 von 200 so aussieht:

Gold: Frank mit 821

Silber: Clemens mit 802

Bronze: Gregor mit -382 Punkten.

The sky is the limit…..

Skat an einem Ehrenmal. In 3 Akten. Dazu lange Schatten. Und eine Strasse der Besten.

Prolog.

DDR, 1970. Eine Briefmarke.

Stamps_of_Germany_(DDR)_1970,_MiNr_1604

1. Akt.

2013, wir sind auf dem Weg zu „Mutter Heimat“ (auf der Marke vorn, hier im Hintergund). Aufbauarbeiten. „Von nüscht kommt nüscht!“ (Quelle: Gregor).

2013_0706DM

Das dazugehörige Sowjetische Ehrenmal in Berlin-Treptow  hat in diesem Jahr einige Schlagzeilen gelandet, hier zum Beispiel:

http://www.berliner-kurier.de/kiez-stadt/wie-gespenstisch-ist-denn-das–9–mai-2013–stasi-spuk-am-ehrenmal,7169128,22719744.html

oder, tragischerweise und vor wenigen Tagen, hier:

http://www.spiegel.de/panorama/gesellschaft/iwan-odartschenko-modell-fuer-sowjet-ehrenmal-in-berlin-treptow-tot-a-909741.html

Also widmen wir eine Runde Guerilla-Skat dem guten alten Iwan Odartschenko, und passen uns für einen Moment ein in die perfekt symetrische Anlage:

2013_0706CF

 2.Akt

In dem lassen wir hheut mal  Bilder sprechen. Sabine hat eine Serie im Zeichen des länger werdenden Schattens geschossen. man meint ja gar nicht, wie lange 3 Spiele so sind, aber Skat wird ja auch nicht umsonst 200 Jahre alt…:

treptow  2013_0706DA  2013_0706DD  2013_0706CM2013_0706CU  2013_0706CX

Gegenlicht. Pause. Dann:

3.Akt.

Traditionell notiert Clemens jedes noch so unbedeutend scheinende  Spielergebnis. Am Horizont: Die 13-Meter-Bronzefigur. Im Vordergund: Strenge Blicke der mitrechnenden Mitspieler Gregor und Frank.

2013_0706DE

Epilog.

Die Strasse der Besten. 75 SPiele sind absolviert. Clemens malt ein Ehrenmal.

2013_0706EJ

 

Spiel 73?  Frank spielt sein Lieblingsspiel. Und gewinnt. Null. 23 Punkte. Gäääähn.

Spiel 74? Frank spielt nochmal. Und noch punktärmer. Einfaches Herz. 20 Punkte.

Spiel 75? Gregor wagt sich an einen Grand mit 2 Jungs. 72 Punkte. Jeht doch!

Wer spielt nicht? Clemens. Seit numehr 10 Spielen oder 3 kompletten Runden und etwas Kleinkram verweigert sich der Führende jeder aktiven Teilnahme, oder „wird immer überreizt“ (Quelle: Clemens).

Was das bedeutet:

Trotz alledem! Auf Platz 1 weiter: Clemens – mit wertigen 802 Dingern im Stock.

Aber Vorsicht! Auf Platz 2 hat sich Frank unauffällig aber dicht rangerobbt: 799  – fehlen noch 4 Pünktchen zum Machwechsel!

Und hinten? Stabilität.  Also Gregor. Noch etwas auf Abstand mit Minus 189.

Aber noch warten 125 Spiele. Die Schatten werden länger.

Vorhang, Applaus, Feierabend-Bier. 

Schwarz ist keine Farbe, aber Pik. Unsere Sonder-Skat-Spiele 67 – 69

Wir haben da mal eine unfassbar wichtige Entdeckung gemacht: Beim Skat kann man jede einzelne Spielkarte einer von 4 Gruppen zuordnen: Den sogenannten Spielfarben nämlich, also Pik, Kreuz, Herz oder Karo:

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Ohne diese „Farben“ kein Skat, also auch kein 200-Jahre-Skat-Jubiläum, also auch keine Guerilla-Skat-Serie mit 200 Spielen zum Skat-Geburtstag. Weshalb wir  4 Sonderrunden einlegen werden – und diese hier widmen wir der Spielfarbe mit der Skat-Endziffer 11: Dem Pik.  Hier fotografisch in Szene gesetzt von Sabine, die uns mit brandneuer Aufnahmetechnikdie nächsten Guerilla-Skat-Runden begleiten wird (darüber später mehr):

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ABer wie spielt man Skat und würdigt dabei Pik. Hier kommt eine geniale Idee von Clemens ins Spiel: Unter den Augen von Pieck natürlich. Wilhelm Pieck. Am Strausberger Platz, direkt an der kulturellen und Landesgrenze Berlin-Mitte und Berlin-Friedrichshain.

Herr Pieck ist der ältere Kollege im Hintergrund, der hoffentlich heiterer aussah, als er   im Oktober 1954 hier das Gebäude STrausberger Platz 19  als „Haus des Kindes“ eröffnete. (Sah er übrigens: http://www.dhm.de/datenbank/dhm.php?seite=5&fld_0=BA145173 )

 

Heute gibts hier keine Kindersachen mehr im Haus des Kindes, sondern dänische Möbel. Aber Pieck ist noch da. Und wir….

 

 

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So trostlos die Kulisse wirken mag, so spannend diese Runde, protokolliert von Clemens (mit Hut):

 

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In Spiel #67 arbeitet sich Gregor weiter in den Minus-Bereich vor, indem er ein Kreuz erdet: -60 Punkte.

Aber war da nicht was mit Pik? Unter den strengen Augen des Ex-DDR-Präsidenten serviert Frank in Spiel #68 assistiert  vom Kreuz- ,  Pik- und Herz-Buben ein Pik, was folgerichtig zu einer 44-Punkte-Gutschrift führt.

Naja, und auf  Spiel #69 müssen wir nicht weiter eingehen, jedenfalls solange nicht, bis hier Karo als Farbe gewürdigt wurde, die grosse Unterschätzte –  Frank spielt also Karo und gewinnt nochmal 54 Punkte.

Gäbe es im Haus des Kindes eine Siegerehrung, würde das SIegertreppchen nach 69 von 200 Spielen so befüllt werden:

Bronze: Gregor mit -303

Silber: Frank mit 654

Gold weiterhin: Clemens mit 708.

Aber wird Clemens diesen Vorsprung halten können, wenn wir dem Kreuz huldigen?

Es bleibt: Spannend!